Kreative Gründerpersönlichkeiten mit Teamfähigkeit gesucht!
Fast hätte ich es übersehen, dabei ist dieser Ansatz jetzt in Deutschland nach dem Vorbild der Grameen-Bank genial!
Die Oreg meldet:
Bundesweit einzigartiges Förderprogramm für Existenzgründer nach dem Konzept der Grameen-Bank geht in Südhessen an den Start – Chancen für die, die sonst keine bekommen.
Vor 30 Jahren wurde in Bangladesch durch den Wirtschaftsprofessor Muhammad Yunus ein erfolgreiches Konzept entwickelt, um Existenzgründer erfolgreich mit Unternehmenskapital zu versorgen, die sonst keines bekommen. In einem lokalen Projekt finanzierte er in den 70 Jahren 42 sehr armen Frauen in einem abgelegenen Dorf aus eigener Tasche die Gründung einer Existenz mit Kleinstkrediten. Auf die von Banken üblicherweise geforderten Sicherheiten verzichtete er. Die von ihm geförderten Frauen dankten ihm sein Engagement durch regelmäßige Zahlung von marktüblichen Zinsen und einer unglaublich hohen Rückzahlungsquote. Dies war die Geburtsstunde der inzwischen hundertfach kopierten Grameen-Bank, die heute bei ihren 3,7 Millionen Minikredit-Kunden eine Ausfallquote von unter fünf Prozent erzielt und nicht nur hierdurch beim Rating manch anderem Institut den Rang abläuft. Ein Aspekt seines Erfolgkonzeptes ist, dass bei der Kreditentscheidung die Persönlichkeit des Gründers im Vordergrund steht und weniger sein schriftlich ausformuliertes Vorhaben. Gute Ideen haben viele – um diese auch erfolgreich umzusetzen, muss der angehende Unternehmer vor allem über persönliche und fachliche Qualifikationen – insbesondere über eine große Portion „Unternehmergeist“ – verfügen. Ein weiterer Aspekt des Grameen-Erfolges ist ein genial einfaches Sicherheitskonzept, das auf gegenseitige Hilfestellung basiert: Die Kreditvergabe erfolgt an eine Gruppe von fünf Gründern als Solidargemeinschaft. Alle Mitglieder der Gruppe behalten die Aktivitäten der anderen im Auge. Auftauchende Probleme können so frühzeitiger erkannt und gemeinsam gelöst werden. Darüber hinaus versteht sich die Grameen-Bank selbst als Förderinstitut, die eine langfristige und nachhaltige Gewinnerzielung bei sich selbst, aber gerade auch bei ihren Kunden, verfolgt. Krisen werden durch Beratung und Unterstützung bewältigt, nicht durch kurzfristigen Entzug des Vertrauens und der Kredite.
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Im ersten Schritt werden angehende Unternehmer aus Südhessen aufgerufen, sich an einer Art Gründerwettbewerb zu beteiligen. Alle bis zum 10.07.2005 eingereichten Antworten werden von einer fachkundigen Jury ausgewertet und zwölf ausgewählte Bewerber erhalten im Rahmen eines Gründerplanspiels am 03.09.2005, das in Kooperation mit den Wirtschaftsjunioren Hessen stattfindet, die Gelegenheit, sich und ihre Idee der Jury zu präsentieren. Die fünf Teilnehmer, die sich im diesem Planspiel am erfolgreichsten, insbesondere im Hinblick auf ihre Netz- und Teamfähigkeit, gestellt haben, werden in das Odenwälder-Innovations-Programm (OIP) aufgenommen und bilden gemeinsam das OIP-Team. Diesen fünf Gewinnern winkt ein umfangreiches Förderprogramm, das sich an den tatsächlichen Bedürfnissen von Gründern orientiert und ihnen den notwendigen Freiraum für die erfolgreiche Umsetzung ihres Vorhabens gibt..
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Ich bin gespannt, ob sich hier ein ähnlicher Erfolg einstellt wie in Bangladesh.
Peter Löwenstein


