Ich gebs zu, ich hab drauf gewartet, daß das hier kommt:
Die Netzeitung schreibt in “Pennsylvanias Tourismusbehörde engagiert Blogger”
Elliot, Robert und Tom schreiben ein Blog über ihren Urlaub. Die Idee wäre nicht neu, immerhin gibt es weltweit inzwischen mehr als zehn Millionen Weblogs weltweit. Doch die drei schreiben ihre Erlebnisse für die Tourismusbehörde im Bundesstaat Pennsylvania auf – die die Texte unverändert auf die eigene Website «visitpa.com» stellt.
Anfang Juni ging das erste Blog online, inzwischen werben sechs der Netz-Tagebücher für Pennsylvania. Elliot macht eine Mountainbike-Tour durch die Wälder, Robert besucht Denkmäler und Schlachtfelder, Tom berichtet von drei verschiedenen Motorrad-Trips.
Man hoffe mit den Blogs die Touristen direkter ansprechen zu können, sagt die Sprecherin der Tourismusbehörde in Pennsylvania, Carrie Fischer. «So werden sie in einer Art und Weise angesprochen, mit der sie sich selbst identifizieren können», sagt sie.
Lederweste und lange Haare
Die Blogger stellen sich auf der Seite persönlich vor, berichten von persönlichen Erlebnissen und vom Wetter auf der Reise. So erfahren die Touristen auch, dass der 47-Jährige Motorrad-Fan Tom verheiratet ist, eine Lederweste und lange Haare trägt. Für diese Selbst-Präsentation bekommen die Blogger vom Staat Pennsylvania kein Geld, aber dafür alle Kosten ihrer Reise erstattet.
Negative Blog-Geschichten über den Bundesstaat Bislang gibt es bislang keine. Damit rechne man auch nicht, so Fischer. «Wenn das passiert, werden wir auch eine Lösung finden.»
Genau das ist ein Beispiel für die authentische und glaubwürdige Darstellung einer Region. Lasst doch die Touristen selber zu Wort kommen – wenn sie zufrieden sind, Prima. Ärgern sie sich, ok, dann kann man was lernen und versuchen, den Mangel abzustellen. In jedem Fall werden viele mitlesen und merken: Ohh – da schaut die Tourismusbehörde zu und wills besser machen..
Was braucht es dazu? Eine Tourismusbehörde, die über den Tellerrand gucken kann und souverän genug ist, um auch die mögliche Kritik der Kunden als willkommene Bereicherung zu akzeptieren. Touristen kommen wieder, wenn ihrer Kritik und ihrem Lob ein glaubwürdiger Resonanzboden angeboten wird, und die Kritik als Anreiz genommen wird, Verbesserungen vorzunehmen.
In einer solchen Bloggerplattform für die Region steckt ein enormes Marketingpotential.
Peter Löwenstein




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