Im Fall des Kindermissbrauchs durch den Ex-Fahrer von Landrat Jakoubek haben Eltern, Platzwart und Landrat über Jahre hinweg die Polizei nicht über ihren Verdacht informiert. Dieses Verhalten sieht von Heute aus gesehen nach Versagen aus.
Die Eltern der Kinder und der Campingplatzwart haben über Jahre hinweg mehrmals den Kontakt mit Landrat Jakoubek gesucht, um ihr Unbehagen und ihre Besorgnis über das auffällige Verhalten seines Fahrer direkt beim Chef loszuwerden. Dieses Verhalten zeigt, das die Eltern der Kinder und der Platzwart nicht weggeschaut haben.
Ein Landrat muss sich nach anderen Maßstäben messen lassen als Eltern oder ein Campingplatzwart. Man vertraut seiner Person, seiner Kompetenz und seiner Einschätzung. Er entscheidet ob ein mögliches Problem seiner Mitarbeiter wirklich ein Problem ist, er ist Chef, Dienstherr und ein kleiner Landesvater in Einem. Zur Unterstützung hat er eine gut ausgestattete Verwaltung, auch mit Fachleuten für Familienfragen, und gute Beziehungen zu anderen Ämtern wie Staatsanwaltschaft und Polizei.
Landrat Jakoubek wurde mehrmals informiert und hat seine Rolle, seine Kompetenz und die Kompetenz seiner Verwaltung offenbar nicht genutzt, um die schwerwiegenden Vorwürfe gegen seinen Fahrer aufzuklären. Zeit genug war da.
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Gerüchte seien Jakoubek erstmals 1999 zu Ohren gekommen, als er im Rahmen seiner Kreisbereisung vom Platzwart des Steinrodsees bei Gräfenhausen zum Gespräch gebeten wurde. Auf dem Campingplatz steht der Wohnwagen des Fahrers. Die Hinweise seien „äußerst vage“ gewesen – von der Qualität, dort hielten sich„oft junge Leute“ auf, dies sei „komisch“. Wesentlich Konkreteres sei aber nicht zu erfahren gewesen, sagte Jakoubek. Daran, dass er von Eltern im vergangenen Jahr ein weiteres Mal auf das Verhalten seines Fahrers angesprochen wurde, erinnerte sich Jakoubek erst auf hartnäckige Nachfrage des ECHO.Bevor man ihm Vorwürfe mache, nicht angemessen auf „vage Vermutungen“ reagiert zu haben, müsse man sich fragen, weshalb nicht die Eltern der von den Übergriffen betroffenen Kinder und der Platzwart des Campingplatzes am Steinrodsee die Polizei informiert hätten, sagte Jakoubek vor der Presse. „Was hielt den Platzwart ab, was hielt die Eltern ab zu handeln? Warum haben sie weggeschaut?“ fragte der Landrat, der auch keine Veranlassung gesehen hatte, Polizei oder Jugendamt des Kreises einzuschalten.




[...] chwerwiegenden Vorwürfe gegen seinen Fahrer aufzuklären. Zeit genug war da. < Quelle: regioblog.de Die Argum [...]
Ohne den Sachverhalt genauer zu kennen, fragte ich mcih aber auch, warum neben dem Landrat nicht gleich die Polizei eingeschaltet wurde.
Ein hinkender Vergleich: Wenn ich meinem Nachbarn erzähle, dass der Typ in der Souterrainwohnung seine Freundin verprügelt, dann ist doch in dem Moment nicht mein Nachbar schuld, weil er nicht die Polizei gerufen hat. Wir beide hätten es dann unabhängig voneinander tun müssen – also, übertragen auf den Fall, die Eltern und der Landrat.
[...] t Jakoubek
von Administrator @ 11:31. Kategorien: Skandale, Justiz
Die Frag [...]
So wie es aussieht wollte ein Vater wohl Anzeige erstatten aber die Polizisten auf einem Revier haben das wohl durch Ignoranz unterlaufen.
Marcc, hier schreibt Echo Online darüber, was bis jetzt zum Verhalten der Polizei bekannt ist:
http://www.echo-online.de/suedhessen/detail.php3?id=316338
Der letzte Satz spielt mit dem Wort “vage”, das auch Landrat Jakoubek zur Verteidigung des eigenen Schweigens gegenüber der Polizei benutzt hat: “Dass gegen den unter Verdacht stehenden Fahrer nach „einem ganz vagen Hinweis“ ermittelt wurde, beweise, wie entschieden die Polizei vorgehe.”
[...] Vergleicht selber, was ich hier im Regioblog am 3. August geschrieben habe: Ein Landrat muss sich nach anderen Maßstäben messen lassen als Eltern oder ein Campingplatzwart. Man vertraut seiner Person, seiner Kompetenz und seiner Einschätzung. Er entscheidet ob ein mögliches Problem seiner Mitarbeiter wirklich ein Problem ist, er ist Chef, Dienstherr und ein kleiner Landesvater in Einem. [...]