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Erfolgreiche Gründernetzwerke am Beispiel der Teekampagne

Von Peter Löwenstein • 9. Aug 2005 • Kategorie: Alle Artikel, Existenzgründung, Meinung, Wirtschaftsförderung

Zurück aus Lüneburg und Hamburg fällt mir beim Durchsehen der Post gleich der edel wirkende Umschlag der Teekampagne auf, der das Journal 2005 ausspuckt.

Das kommt mir gerade recht: Es wird leider immer schwieriger, eine gute Tasse Tee in Kneipen und Cafes zu bekommen, wie ich auch jetzt wieder feststellen musste. Wieso glauben die Wirte eigentlich, daß ein Teebeutelangebot garniert mit leidlich heissem Wasser eine überzeugende gastronomische Dienstleistung darstellt, die den Namen Tee verdient hat? Sie bieten den Kaffeeliebhabern unter ihren Gästen ja auch nicht Nescafe-Instant-Pulverkaffee in Tüten mit einer Tasse heissen Wasser zum selber Anrühren an.

Aber zurück zum Journal 2005 der Teekampagne:

“Viele Gründer schielen nach den Subventionen, statt sich auf ein gutes, innovatives Gründungskonzept zu konzentrieren. Statt zu subventionieren, sollte man dem Gründer die Möglichkeit einräumen, in den ersten ein oder zwei Jahren ungehindert von Behörden zu arbeiten. Dies würde die Zahl und den Erfolg der Gründungen erhöhen.“…

So was sagt Günter Faltin, der Gründer der Teekampagne. Die Teekampagne ist in vielerlei Hinsicht einzigartig: Sie vertreibt Tee aus Darjeeling, zertifiziert vom Blatt bis in die Tüte, Abnahme nur im Versandhandel und nur in größeren Mengen, zu einem günstigen Preis, der oft der im Vergleich zu den Mitbewerbern der billigste ist, und ihr Tee wurde wiederholt mit höchsten Auszeichnungen, z.B. von Ökotest geehrt. Und die Teekampagne arbeitet an der Wiederaufforstung in Darjeeling, im Himalaya mit, ihr Gründer Faltin steckt auch hinter Existenzgründernetzwerken als treibende Kraft.

Im Journal der Teekampagne werden diesmal Unternehmensgründungen vorgestellt, nämlich rapskernoel, Vertrieb von Rapskernoel nach dem Vorbild der Teekampagne und brand eins, die Wirtschaftszeitschrift, auf die ich hier und da auch schon gerne hingewiesen habe, im mittlerweile 6. Jahr seit Gründung.
Ein weiteres vorgestelltes Projekt ist foodwatch, das die Qualität und Natürlichkeit des Essens fordert, und schon McDonalds zur Rücknahme eines Reinheitsversprechens für seine Brötchen zwang.

Ach ja, und der neue Darjeeling, Ernte 2005 ist auch da, der First Flush scheint richtig lecker geworden zu sein.

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