Schon seit 2003 wurde z.B. hier und da darauf hingewiesen, dass nur frühzeitiger Antritt zur Vermarktung der Region diese ins Blickfeld der Fans rücken kann. Mittlerweile kochen die Töpfe überall heiss, wie der PR Blogger hier z.B. über die schwierige Rechtslage berichtet.
Wer jetzt erst an den Start geht, dem bleibt nicht mehr viel Zeit. Welche Möglichkeiten bleiben für die regionalen Wirtschaftsförderungen der Städte und Landkreise ?
Die Kreise und Kommunen teilen sich in zwei Gruppen auf: Einerseits die kleineren Städte und ländlichen Landkreise des Speckgürtels der WM Stadien im Umkreis von bis zu 70 km, und dann natürlich die WM Stadien Städte selber. Diese haben ihre Hausaufgaben gemacht.
Wirtschaftsförderungen der Landkreise können dagegen nur kleinere Budgets einplanen, wobei in der verbliebenen Zeit nur noch wenig auf die Beine gestellt werden kann.
Zeitraubend ist nicht die Realisierung, sondern die vorherige Koordination und Einsetzung einer mit allen Akteuren abgestimmten Projektgruppe, die typischerweise aus Vertretern der IHK, der Wirtschaftsförderungen und der regionalen Tourismus- und Gastronomieverbände zusammengesetzt wird und zu deren erfolgreicher Einsetzung locker vier bis sechs Monate ins Land gehen können.
Regionales Marketing zur WM 2006: Beispiele konkreter Möglichkeiten, was in der Restzeit getan werden kann
1. Materialbereitstellung für die Berichterstattung über die eigene Region in den Medien während der WM. Der Tross der akkreditierten Medienvertreter braucht professionell vorbereitetes, multilinguales Material, z.B. 1 minütige Filmclips über Land und Leute, die Sehenswürdigkeiten und die Landschaft rund um die Spielstätten.
2. Kurzurlaub – Werbung bei den ausländischen Fußballfans der Schwesterstädte durch die Fußballvereine und -Verbände aus der eigenen Region.
Die Wirtschaftsförderungen der Landkreise könnten eine Kampagne starten, in der die bestehenden Partnerschaften zu den europäischen Schwesterkommunen des Landkreises als Flugzeugträger zu den Fans im Ausland genutzt werden.
So könnte jede Kommune den anreisenden Fußballfans der Vereine in den Schwesterstädten kombinierte Kurzurlaubsangebote schmackhaft machen, also Transport zum Stadion, verbunden mit einer Unterkunft bei den Mitgliederfamilien der Fußballvereine oder Bauernhöfen mit Ferienzimmern aus dem hiesigen Landkreis. Viele Schwesterstädte haben untereinander mittlerweile ausgezeichnete Beziehungen, auf denen aufgebaut werden kann. Ein hochattraktiver Spassfaktor wäre dabei, dass die Fußballvereinsmitglieder der Schwesterstadt hier mit zum Spiel gehen. Der anreisende Fan braucht sich keine grossen Gedanken um Anreise und Organisation mehr zu machen.
3. Google Earth nutzen Angebote des eigenen Landkreises können in Google Earth mit geringem Aufwand pro Kommune bei einer kreisweit koordinierten und gemeinsam finanzierten Projektdurchführung dargestellt werden. Idealerweise sollten die Hotels, die regionalen Nahverkehrsverbände und die Gastronomie mit einem gemeinsamen Label auftreten, unter dem die Angebote zusammengefasst werden, in Google Earth kurz und knackig beworben werden und über eine zentrale Rufnummer nachgefragt und bestellt werden können. Google Earth dient dabei als Plattform, von wo aus Fans die Links zu den WM Kombiangeboten auf einer eigens bereitgestellten mulitlingualen Webseite der Region finden können.
4. Einladungen an die mitreisenden Handelsdelegationen vorbereiten. Die Vertreter der TOP 10 der regionalen Unternehmen könnten in den besten Hotels des Kreises während der WM Kamingespräche anbieten, verbunden mit dem Angebot einer Firstclass Stipvisite für die mitreisenden Ehefrauen und Lebenspartner in die Region.



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