Seit einigen Jahren blühten im Landkreis stillgelegte Äcker als neu eingesäte Wildwiesen, im Amtsdeutsch auch Stilllegungsflächen genannt, schön anzusehen und nützlich für Hase und Rebhuhn. Über die Jahre entstanden Biotope für all das Grünzeug was immer weniger Raum zum Überleben finden kann. Zur Freude von Hase, Lärche und Rebhuhn.
Damit ist jetzt Schluss – die Lebensmittelpreise steigen und das heißt für die Natur: Intensivierung der Landwirtschaft und deshalb ganz schlechte Aussichten fürs Überleben von Wildwiesen und Brachflächen.
Ich sehs mit eigenen Augen rund um Reinheim: Die Wildwiesen werden umgebrochen, mit Pestiziden und Unkrautmitteln gespritzt.
Vor einigen Jahren lobten Politiker und die lokale Presse dieselben Bauern als diese Wildwiesen angelegt wurden, auch mit kräftiger Unterstützung durch Fördergelder. Heute aber gilt offenbar: Salto rückwärts zurück in den Spritzbrühtank.


