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Für die Tribüne: Dialogangebote

Von Peter Löwenstein • 28. Jul 2008 • Kategorie: Kreistag
Pyronale Team Österreich
Creative Commons License credit: Jule_Berlin

Vor wenigen Monaten war die Darmstädter SPD Landtagsabgeordnete Metzger plötzlich ins Lampenlicht gerückt, als die Verhinderin der Ypsilanti Wahl zur Ministerpräsidentin. Eigentlich ist ihr ja hoch anzurechnen, daß sie nicht still blieb und der SPD ein zweites Simonis Desaster lieferte.

Bis heute gehen die Scheinwerfer in Darmstadt immer wieder mal an wenn über die Chancen von Koalitionen nachgedacht wird. Ich brauch nicht viel Phantasie um mir vorzustellen, daß außer dem was zu lesen und zu hören war weitere brückenbauende Gespräche stattfanden. Ansonsten: Wer hat sich an der Darmstädter Abgeordneten nicht öffentlich gerieben? Interessant find ich dabei den neugewählten hiesigen Abgeordneten aus dem gleichen Hause. Neugewählten gönnt man fairerweise 100 Tage Schonfrist zur Eingewöhnung. Was diesen hier aber nicht daran hindert auf die Darmstädter Abgeordnete intern und vor kurzem auch öffentlich loszugehen.

Und jetzt lädt der Kreisverband “Die Linke” dieselbe SPD Abgeordnete Frau Metzger zum Gespräch ein.

Eben darf ich eine Pressmitteilung lesen:

DIE LINKE im Landkreis, möchte damit in einen offenen Dialog mit Frau Metzger treten und mit Ihr, über die von Ihr bestehenden Vorbehalte gegenüber unsererer Partei diskutieren. Urlaubsbedingt, wird Frau Metzger erst frühestens in dieser Woche eine Antwort auf unsere ausgesprochene Einladung geben können.

Nur wenn man in einen offenen Dialog eintritt, kann man sich ernsthaft eine Meinung über den anderen bilden. Es wäre wünschenswert, dass auch Frau Metzger an einem solchen Dialog interessiert wäre um bestehende Vorbehalte ausräumen zu können.

Irgendwie hab ich dabei das merkwürdige Gefühl, daß es der Linken gar nicht um das Gesprächsangebot geht, sondern um die Nachricht darüber.

Wäre es nicht sinnvoller gewesen, erst einmal die Füße stillzuhalten, den Urlaub abzuwarten und dann vorsichtig in einem Telefonat zu sondieren, wie und wann das Palaver stattfinden könnte? Wären dann die Chancen nicht besser, ein echter Wille zum Dialog deutlich erkennbarer? Und die paar Tage Verzug hätten keinem geschadet. Aber so? Da knallt das PR-Feuerwerk zu laut.

Bin gespannt was passiert, wenn Frau Metzger daß nächste Mal in ihren Urlaub fährt.

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