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Kein Podcast: Zerfledderter Kreisverband “Die Linke” Darmstadt-Dieburg

Von Peter Löwenstein • 20. Nov 2008 • Kategorie: Alle Artikel, Hessenwahl 2009, Kooperationen, Kreistag
Linkspartei / PDS
Creative Commons License Photo: Brain farts

Der Kreisvorsitzende und Babenhäuser Ortsvereinsvorsitzende Hans-Walter Ortmann und zwei weitere Mitglieder, Kreisschatzmeister Hans-Jürgen Socha (Weiterstadt) und der Kreisgeschäftsführer der Linken, Wolfgang Herms (auch Weiterstadt) der Linkspartei in Darmstadt-Dieburg haben konsequent ihre Ämter niedergelegt, zwei davon sogar die Partei verlassen. (Echo-Online )

Es geht um Vorwürfe, die auch bisher in der eigenen Partei immer wieder zu hören waren: Die Linke grenzt sich am eigenen linken Rand nicht scharf genug ab, vor allem gegenüber den heute noch lebenden nostalgisch-romantisch verklärten Anhängern der westdeutschen PDS und der DDR. Die Linke kann intern nicht umsetzen, was längst beschlossen: Ehemalige Stasi-Zuträger in der eigenen Partei von Ämtern fernzuhalten. Oder die verschiedenen Flügel miteinander zu befrieden. Eine Konsequenz daraus ist, daß die Linke als einzige Partei mit bundesweiter Beachtung noch kein eigenes Parteiprogramm verabschieden konnte, auf die Kämpfe um dessen Inhalte will sich keiner mit klarem Verstand einlassen.

Bei der letzten Landesversammlung wurde parteiintern ein Thema in den Fluren heiss diskutiert: Bestimmte eigene Mitglieder im Landesverband Hessen der Linken wurden besonders aufmerksam überwacht, ihre Aktivitäten regelmässig protokolliert – ein Vorwurf, den der Landesverband trotz intensiver Nachfragen dazu, auch von den eigenen Mitgliedern, für viele bis heute nicht befriedigend aufklären konnte.

Der Umgang miteinander sei parteiintern unmenschlich, genauer, das es einen “derart unmenschlichen Umgang unter den Parteimitgliedern insgesamt gibt, dass aus unserer Sicht, Glaubwürdigkeit und Menschenwürde auf der Strecke bleiben”.

Das ist heftig und wäre mir einen weiteren Podcast, mit Hans-Walter Ortmann, inklusive eines weiteren Interviews mit dem Landesverbandsvorsitzenden der Linken wert gewesen, aber auf meine Nachfrage hin möchten alle 3 Zurückgetretenen den Ball flach halten und keine weiteren Stellungnahmen abgeben.

Ein einfaches Fazit zur Hessenwahl 2009: Die Linke ist in Hessen unwählbar, solange der interne Kampf die eigene Substanz zerfleddert.

Eine weitere böse Nachricht für die Hessische SPD, die sich für ihren Koalitionsvertrag mit den Grünen und der eingebauten Tolerierung durch die Linke zunehmend rechtfertigen muss.

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