Das TSG-Team nach der schwierigsten Bergwertung der Tour de Wahl 2009
Jetzt scheint es klar zu sein: Die hessische SPD kommt dem zentralen Bergmassiv Hoffnung bei der Tour de Wahl 2009 nicht rechtzeitig nahe genug, um ihre Siegchance zu wahren. Die entscheidende Zwischenwertung nach der Hälfte der Distanz offenbart: Der Punkteabstand auf das führende Team im gelb gepunkteten schwarzen Dress ist zu groß.
Dem TSG Team ist es damit nicht gelungen, den Zuschauern außer einem neuen Kopf (mit Brille, ohne Ypsilanti-Rahmen) auch entscheidende neue Inhalte (mehr als die Anti-Koch-Stallorder) und eine belastbare neue Strategie (vor allem eine Antwort auf die Frage: Welche Wasserträger von welchen Teams?) gut rüberzubringen. Die Glaubwürdigkeit ist das Kernproblem des TSG Teams, solange die alten Gesichter und damit auch deren ungeliebter Nimbus der Verratenen weiter mitradeln.
Zur Erinnerung: Das Team musste erleben, wie eigene Wasserträger die Etappenhelden im Spätherbst bei der alles entscheidenden Etappenwertung kurz vorm Ziel buchstäblich vertrocknen liessen. Im Nachhinein erscheint es als ein grandioser Fehler, die Wasserträger eines anderen Teams – und hier auch noch des bei den Zuschauern meistgehassten Teams -, in die eigene Stallorder einplanen zu wollen, nachdem das Rennen schon gestartet worden war. Dieser überraschende Wechsel der Siegstrategie war dem Zuschauer und insgesamt auch dem eigenen Team nicht zu vermitteln.
Was bleibt? Für was taugt der neue Kopf des TSG-Teams? Ganz klar: Für die Reanimation. Mit ihm an der Spitze ist es gelungen, die abgekämpften Herzen des Rennstalls im roten Dress mit neuer Hoffnung für die schwierigste Wiesbaden Bergwertung aller Zeiten wiederzubeleben. Doch die Herzklappen vieler Wasserträger im umbenannten TSG-Team, z.B. dies des SPD-Bezirks Darmstadt-Dieburg, klappern gut hörbar jetzt schon. Für das hessische TSG-Team ist eine Operation am offenen Herzen, nach dem hessischen Wahlsonntag, nicht abzuwenden. Ohne Aussichten darauf, daß jede den OP-Tisch im selben Dress verlässt, mit dem sie sich auf die Trage legen lassen muss.




