
Nach den Videoaufnahmen des Scheunenbrandes am Donnerstag, im Reinheimer Ortsteil Ueberau, erinnerte ich mich an ein Interview, dass ich mit dem Stadtbrandinspektor der benachbarten Stadt Groß-Umstadt, Holger Zieres und seinem Team aufnehmen konnte. Im Video des Scheunenbrandes sehe ich die Feuerwehr vieler Orte im Ostkreis spektakulär an der Brandstelle das knisternd brennende Stroh löschen. Das ist die eine Seite ihrer Arbeit.
Doch dahinter steckt weniger Bekanntes: Neue Konzepte wie die Vorraushilfe, also am Einsatzort Unterstützung anbieten, bevor die Rettungssanitäter oder die Feuerwehrwagen selbst am Einsatzort eintreffen. Das eigene Bewältigen der traumatischen Erlebnisse am Einsatzort nach der Bergung von Opfern bei Verkehrsunfällen, mit den Kollegen und Seelsorgern. Die wachsende Sorge um den fehlenden Nachwuchs in den eigenen Reihen. Und auch der zeitraubende bürokratische Aufwand, um die eigene Truppe in der Verwaltung am Leben zu erhalten.
Es war ein nachdenkliches und offenes Gespräch über eine satte halbe Stunde. In meinen Notizen zum Interview steht: “Was nutzt der Feuerwehrtruppe der Verwaltungspapierkram, wenn die Seele der erfahrenen Feuerwehrleute verkohlt?”
Das Gespräch wurde im Dezember 2007 im Stützpunkt Groß-Umstadt aufgezeichnet.
Im Kreisgespräch: Die Arbeit der Feuerwehren – Groß-Umstadt



