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Im Kreisgespräch: Fam. Kübler, Mossautal

Von Peter Löwenstein • 10. Mrz 2009 • Kategorie: Alle Artikel, Kreistag, Neu vorgestellt, Podcast

http://www.regioblog.de/wp-content/video/Im_Kreisgespraech_Ehepaar_Kuebler.flv
Dietrich Kübler ist mit der ÜWG das überregional beachtete Kunststück gelungen, mit seiner Kandidatur für den Landrat im Odenwaldkreis eine der letzten SPD-Hochburgen in Hessen zu knacken, nachdem Gestern die einzig verbleibende Kandidatin Erika Ober, SPD, das Handtuch geworfen hat.

Dietrich Kübler (ÜWG=Überparteiliche Odenwälder Wählergemeinschaft) wird am 29. März beim zweiten Wahlgang alleine auf dem Stimmzettel stehen; den Wählern bleibt einzig ein Ja oder Nein anzukreuzen.

Auf ihrem Bauernhof im Mossautal, hinter der Molkerei Hüttenthal konnte ich Ihn und seine Frau Elke heute Nachmittag interviewen. Die Terminvereinbarung klappte einfach und unkompliziert: Anrufen, fragen und hinfahren. Für mich eine erstaunliche Erfahrung, wenn ich an die fehlgeschlagenen Versuche denke, die beiden anderen Kandidaten zu einem Interview zu bewegen, oder überhaupt telefonisch zu erreichen.

Wir mussten das Telefon im Wohnzimmer des Waldhubenhofs stilllegen, weil die Glückwünsche, Nachfragen und Interviewanfragen uns sonst andauernd unterbrochen hätten. Stattdessen wurde das Interview ein Gespräch in zwei Teilen, damit erst Erika Kübler und dann Dietrich Kübler die Anrufe nebenan entgegennehmen konnten.
Im ersten Teil also meine Fragen an Frau Erika Kübler, anschliessend Dietrich Kübler. Wir redeten über die Gründe, warum es zu seinem sensationell gutem Ergebnis kam, wie er die bisherige Arbeit der anderen Parteien wahrnimmt und natürlich darüber, was sich ändern sollte. Die Rolle des Wahlkampfs im Internet für die Kandidatur von Dietrich Kübler wurde auch hinterfragt.

Für mich wurde im Gespräch mit Dietrich Kübler als zur Wahl stehendem Landrat eine Zukunftsperspektive mit viel Hoffnung für den Odenwaldkreis erkennbar, welche nur umgesetzt werden kann, wenn Verwaltungsangehörige und Politiker ihr gerade im Odenwaldkreis tief verwurzeltes Parteilagerdenken auch selbst überwinden wollen.

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2 Kommentare »

  1. Es schein, als haben die Parteien ausgedient. Sie sind durch jahrelangen Machtanspruch in sich und untereinander so verfilzt, dass die Bedürfnisse der Bürger längst auf der Strecke gebieben sind. Sie fühlen sich als Herrscher über das Volk, dass sie für ihre Interessen verkauft haben -siehe Ursachen der Finanzkrise (Jürgen Roth “Mafialand Deutschland”).

    Die Freien Wähler verstehen sich nicht als “Partei” im herkömmlichen Sinn, sondern wollen Sachthemen bearbeiten, die dem Wohl der Bürger dienen. Solange sie dabei bleiben- ich hoffe es- sollten wir die Freien Wähler stützen und unterstützen.

  2. Dazu passt, dass in einer unserer Kommunen im Kreis die ganz große Partei des Ortes bei einem unabhängigen, parteilosen Einwohner angefragt hat, ob er nicht demnächst als Bürgermeisterkandidat, weiterhin unabhängig, kandidieren möchte. Er würde dann auch von der ganz großen Partei im Ort unterstützt werden, ohne rot werden zu müssen.

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