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Doku Soaps und der schlechte Einfluss

Von Celina • 31. Aug 2009 • Kategorie: Meinung

Im Ernst, wenn man diese Serien sieht, dann nur um einen gewaltigen Egoschub zu bekommen. Man kann nämlich mit Sicherheit sagen, dass man nicht so bescheuert ist, wie die Menschen sich in diesen Serien meistens zeigen.

Viele wissen dabei gar nicht, dass diese Serien ohnehin inszeniert sind. Das allein sollte man mit klarem Menschenverstand erkennen, wenn eine Familie aufgrund einer zugemüllten Messi-Wohnung Angst davor hat, ihre Kinder ans Jugendamt zu verlieren, sich aber trotzdem ein Kamera-Team ins Haus holt, die gleich Beweise aufnehmen und diese auch noch ins öffentliche Fernsehen ausstrahlen.

Fotograf: (CC)  http://www.flickr.com/photos/kofoed/

Fotograf: (CC) http://www.flickr.com/photos/kofoed/

Der Grund für solche gefakten Serien ist wie immer natürlich Geld. Die Sender sparen natürlich einiges an Geld, wenn sie sich an gecastete Familien, die für einen solchen Auftritt nur den Bruchteil einer gewöhnlichen Fernsehgage bekommen, wenden und von diesen auch noch fertige Kulissen geliefert bekommen.

Ob zumindest die Probleme dieser Familien echt sind ist dann natürlich auch stark zu bezweifeln, doch die beliebtesten Objekte der Fernsehredakteure sind zweifellos Hartz IV-Familien, die meistens noch unglaublich viel Geld von der Arbeitsargentur bekommen, gar nicht arbeiten wollen und trotzdem auf den Staat schimpfen. Da wirklich ausnahmslos nur diese – auf gut deutsch gesagt – asoziale Variante von Hartz IV Empfängern gezeigt wird, ist man fast gezwungen zu glauben, dass der größte Teil, der von dieser Art von Sozialhilfe betroffen ist, sich so gibt, wie im Fernsehen gezeigt.

Ich glaube gerne, dass es auch die Art von Familien und somit Staatsschmarotzern gibt, aber die sind wirklich nur die Ausnahme. Diese Sendungen werfen mit diesen inszenierten Geschichten ein schlechtes Licht auf die ehrlichen Hartz IV Empfänger.

Hartz IV in Anspruch zu nehmen ist keine Schande, auch wenn einem dies im Fernsehen nahegebracht wird. Anhaltende Arbeitslosigkeit kann gerade zu Zeiten der Finanzkrise jedem passieren und man sollte den Druck der Existenzangst nicht auch noch dadurch verstärken, dass sie auch sozial abrutschen, nur weil die Privatsender und etwas vormachen.

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