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	<title>Kommentare zu: Votum in die Unfreiheit</title>
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	<description>Artikel und Meinungen aus Südhessen</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Sep 2010 16:43:41 +0100</lastBuildDate>
	
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		<title>Von: Meike Mittmeyer</title>
		<link>http://www.regioblog.de/index.php/archives/2009/11/30/votum-in-die-unfreiheit/comment-page-1/#comment-53207</link>
		<dc:creator>Meike Mittmeyer</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 11:42:35 +0000</pubDate>
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		<description>Da hat mir jemand (größtenteils) aus dem Herzen geschrieben: =&gt;&lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/politik/413/496725/text/&quot;&gt;Artikel bei der Süddeutschen&lt;/a&gt;
[Ich hab mal nen Link draus gebaut, Gruß Peter]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Da hat mir jemand (größtenteils) aus dem Herzen geschrieben: =><a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/politik/413/496725/text/" target="_blank" class="liexternal">Artikel bei der Süddeutschen</a><br />
[Ich hab mal nen Link draus gebaut, Gruß Peter]</p>
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		<title>Von: Peter Löwenstein</title>
		<link>http://www.regioblog.de/index.php/archives/2009/11/30/votum-in-die-unfreiheit/comment-page-1/#comment-53206</link>
		<dc:creator>Peter Löwenstein</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 11:24:21 +0000</pubDate>
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		<description>Lesenswert: Die Piratenpartei Darmstadt diskutiert einen Moscheen Besuch und den eigenen Umgang mit Religionen.=&gt; &lt;a href=&quot;http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Atvolution&quot;&gt;André De Stefano  aus Trautheim&lt;/a&gt; greift das auf: =&gt;&lt;a href=&quot;http://atvolution.uboot.com/blog/Pirat/2009/12/05/Umgang-mit-den-Religionen#comments&quot;&gt;Dort nachzulesen&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lesenswert: Die Piratenpartei Darmstadt diskutiert einen Moscheen Besuch und den eigenen Umgang mit Religionen.=> <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Atvolution" target="_blank" class="liexternal">André De Stefano  aus Trautheim</a> greift das auf: =><a href="http://atvolution.uboot.com/blog/Pirat/2009/12/05/Umgang-mit-den-Religionen#comments" target="_blank" class="liexternal">Dort nachzulesen</a></p>
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	<item>
		<title>Von: Jenny Warzecha</title>
		<link>http://www.regioblog.de/index.php/archives/2009/11/30/votum-in-die-unfreiheit/comment-page-1/#comment-53193</link>
		<dc:creator>Jenny Warzecha</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 17:12:42 +0000</pubDate>
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		<description>@Meike: sehr geschickt, dieses sensible Thema mal von einer anderen Seite, der 
demokratietheoretischen, anzupacken! Hat heute übrigens sogar die FAS gemacht. 

Jeder, der schon mal an die Grenzen seines Glaubens gestoßen ist, weiß den Wert der Religionsfreiheit zu schätzen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Evangelischen oder Katholischen ihrerseits sich Kirchenbauten verbieten lassen würden. Warum auch? Ist es wirklich Ruhestörung, wenn man das Minarett auf der Moschee belässt? Moscheen befinden sich oft ja schon im Gewerbegebiet, dort wo alle Parallel-Glaubensgemeinschaften hin verfrachtet werden- zumindest hier in Deutschland. 

Ein klares &quot;Ja&quot; zur Toleranz der Religionen untereinander ist hier gefragt, denn wenn Kirchenglocken zum Gebet läuten dürfen, sollte es der Gebetsrufer auch tun können.

Wie die FAS heute sehr schön geschrieben hat, geht es bei allen Religionen um Machtanspruch - verbildlicht in den Kirchturmbauten oder den gewaltigen Minarett-Türmen. Wenn sich aber schon zwei Religionen nicht tolerieren, wie sollen sie dann mit den Ungläubigen zusammen für eine bessere Welt einstehen?!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Meike: sehr geschickt, dieses sensible Thema mal von einer anderen Seite, der<br />
demokratietheoretischen, anzupacken! Hat heute übrigens sogar die FAS gemacht. </p>
<p>Jeder, der schon mal an die Grenzen seines Glaubens gestoßen ist, weiß den Wert der Religionsfreiheit zu schätzen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Evangelischen oder Katholischen ihrerseits sich Kirchenbauten verbieten lassen würden. Warum auch? Ist es wirklich Ruhestörung, wenn man das Minarett auf der Moschee belässt? Moscheen befinden sich oft ja schon im Gewerbegebiet, dort wo alle Parallel-Glaubensgemeinschaften hin verfrachtet werden- zumindest hier in Deutschland. </p>
<p>Ein klares &#8220;Ja&#8221; zur Toleranz der Religionen untereinander ist hier gefragt, denn wenn Kirchenglocken zum Gebet läuten dürfen, sollte es der Gebetsrufer auch tun können.</p>
<p>Wie die FAS heute sehr schön geschrieben hat, geht es bei allen Religionen um Machtanspruch &#8211; verbildlicht in den Kirchturmbauten oder den gewaltigen Minarett-Türmen. Wenn sich aber schon zwei Religionen nicht tolerieren, wie sollen sie dann mit den Ungläubigen zusammen für eine bessere Welt einstehen?!</p>
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		<title>Von: Meike Mittmeyer</title>
		<link>http://www.regioblog.de/index.php/archives/2009/11/30/votum-in-die-unfreiheit/comment-page-1/#comment-53191</link>
		<dc:creator>Meike Mittmeyer</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 15:59:08 +0000</pubDate>
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		<description>@ Daniel,

ich danke dir auch für deinen ausführlichen Kommentar und deine tiefgreifenden Fragen zu dem Thema. Ich kann sie gar nicht alle beantworten, denn das würde hier ein wenig den Rahmen sprengen, aber ich glaube, dass ich mit meiner Kernaussage (und Kernüberzeugung) schon einige deiner Fragen mitbeantworten kann (obwohl ich diesen Punkt eigentlich, so dachte ich, im Text schon deutlich genug herausgearbeitet hatte):

Über Grundrechte darf niemals, in keiner Demokratie dieser Welt, in irgendeiner Form per Volksentscheid abgestimmt werden.

Ein Verbot von Minaretten verhindert und verbietet vielleicht nicht die muslimische Religionsausübung – aber dass gewisse Symbole zur Identifikation von Gläubigen mit ihrer Religion beitragen, zeigt ja wohl z.B. auch die Diskussion über Kruzifixe in öffentlichen Schulen. Dieses Beispiel ist aber nur bedingt vergleichbar, denn immerhin handelt es sich bei Schulen um öffentliche Einrichtungen, während Minarette oder Kirchtürme unter freiem Himmel stehen, den ja wohl niemand für sich alleine beanspruchen kann. Wie weit könnte so ein Verbot von Symbolen denn dann gehen? Zumal nach dem Minarett-Verbot ja postwendend die nächsten Forderungen nach Burka- und Kopftuchverbot kamen. Wenn der erste Schritt getan wird, über Detailfragen der Ausübung von Grundrechten abstimmen zu lassen, und wenn sich diese Form der (für mich falsch interpretierten) Demokratie durchsetzet, dann kann sich heute niemand mehr sicher sein, ob er morgen noch das Recht auf freie Meinungsäußerung hat, oder ob eine Mehrheit vielleicht darüber gerichtet hat, dass er es eben nicht mehr hat. Das ist Spekulation, richtig, aber ist es nicht besser, schon heute über mögliche Fehler von morgen zu spekulieren, statt morgen einfach von ihnen überrascht zu werden?

Demokratie bedeutet zwar AUCH, dass die Mehrheit entscheidet und Minderheiten sich zu einem gewissen Teil diesen Mehrheiten beugen müssen, das ist gut und richtig so und das wertschätze ich an unserer Demokratie – ohne Frage. Aber eine gute Demokratie macht es sich eben auch zur Aufgabe, Minderheiten nicht dem Diktat schier grenzenloser Mehrheiten zu unterwerfen oder in irgendeiner Form zurückzudrängen. Das hat die Schweiz für meinen Geschmack (und übrigens auch den Geschmack der meisten Kommentatoren in deutschen sowie internationalen Medien) in diesem Punkt getan. In der Schweiz gibt es ganze VIER Minarette. Diese groß beschworene Angst vor Islamisierung ist also angesichts dieser lächerlich geringen Zahl nichts weiter als eine große Luftblase. Denn solch ein Verbot fördert weder den noch immer dringend notwendigen Diskurs zwischen den Kulturen, noch vermindert es in irgendeiner Form islamistischen Terrorismus. Dieses Verbot trifft vor allem all jene Muslime, die einfach nur friedlich ihrem Glauben nachgehen wollen und dafür ja wohl auch ihre Symbole haben dürfen. Jeder Friedfertige wird unter den Generalverdacht gestellt, ein extremistischer Terrorist zu sein, das ist doch die Botschaft des Ganzen. So, als wären Minarette die Verkörperung alles Bösen dieser Welt. Wer Intoleranz mit Intoleranz begegnet, ist einfach nur töricht.

Ich habe nicht behauptet, dass alle Schweizer rechtsradikal sind: Aber die Abstimmung wurde nun mal von zwei rechtsgerichteten Parteien ins Leben gerufen, die selbstverständlich alles dafür getan haben, ihre Sichtweise in großen Teilen der Bevölkerung durchzusetzen. Dabei sage ich nicht, dass alle Schweizer doof sind – ich glaube schon, dass die Rechtspopulisten bei den Menschen nur etwas geweckt haben, was schon da war, nämlich eine grundsätzliche, tief sitzende Skepsis und Angst gegenüber Menschen anderer Glaubensrichtungen, hauptsächlich gegenüber Moslems. Und es ist bei Leibe nicht schwer, solch eine Grundhaltung, die wir möglicherweise alle haben, zu wecken und zu verstärken. Dass diese Taktik funktioniert, bereits vorhandene Grundstimmungen durch Propaganda zu verstärken bis in die Ekstase, das haben verschiedene Beispiele in unserer Geschichte gezeigt. Nur so viel: In Deutschland wurden ab 33 auch zuerst jüdische Geschäfte boykottiert, und manch einer dachte: Okay, diesen reichen Säcken schadet das vielleicht nicht. Kurz danach durften Juden bestimmte Berufe nicht mehr ausüben – okay, mag sich manch einer gedacht haben, dann arbeiten sie eben was anderes. Ich glaube jeder weiß, wie das weiter ging und wohin uns das alles geführt hat. Damit will ich nicht sagen, dass sich dieser Prozess in der Schweiz wiederholt: Aber ich möchte sagen, dass solche Prozesse der Diskriminierung von Minderheiten in einem Land IMMER schleichend anfangen, vielleicht unbemerkt, vielleicht unter Tolerierung einer großen Mehrheit. Ist das dann für dich Demokratie?? Darf so etwas geschehen, nur weil die Mehrheit es für gut befindet, oder zumindest die Schnauze dazu hält?? Ich sage ganz klar: NEIN! 

In einem Punkt möchte ich dir noch unumschränkt zustimmen: Nämlich in dem, dass Deutschland in solchen Punkten in der jüngeren Geschichte bislang meist eine Vorbildrolle eingenommen hat. Darauf bin ich auch stolz und deshalb werde ich alles tun, unsere Demokratie hier im Land zu verteidigen und zu erhalten. Im Übrigen wäre hier ein ähnliches Volksbegehren zu einem Minarett-Verbot in dieser Form gar nicht möglich. Das ist nun mal eben der Sinn einer repräsentativen Demokratie. Gewisse Dinge (und da gehören die Grundrechte dazu!) können nicht in den Verantwortungsbereich des Volkes allein gelegt werden. Wer an diesem Punkt gegen die repräsentative Demokratie argumentiert, der argumentiert gleichzeitig für die Anarchie. Wäre das wirklich besser??! Volksabstimmungen kann und muss es gewiss geben – aber nicht dann, wenn sie so leicht mit einfachen, rassistischen Totschlag-Argumenten beeinflussbar sind und solch eine verheerende Außenwirkung haben wie die Minarett-Entscheidung.

(Dazu möchte ich noch kurz ergänzen, dass sich im Übrigen auch Deutschland noch nicht auf seiner Vorbildrolle in puncto Toleranz ausruhen kann – in Berlin habe ich selbst gesehen, dass eine Synagoge mit Absperrzäunen und bewaffneten Polizisten rund um die Uhr beschützt werden musste, um rassistische Übergriffe zu verhindern. 64 Jahre nach dem Krieg.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Daniel,</p>
<p>ich danke dir auch für deinen ausführlichen Kommentar und deine tiefgreifenden Fragen zu dem Thema. Ich kann sie gar nicht alle beantworten, denn das würde hier ein wenig den Rahmen sprengen, aber ich glaube, dass ich mit meiner Kernaussage (und Kernüberzeugung) schon einige deiner Fragen mitbeantworten kann (obwohl ich diesen Punkt eigentlich, so dachte ich, im Text schon deutlich genug herausgearbeitet hatte):</p>
<p>Über Grundrechte darf niemals, in keiner Demokratie dieser Welt, in irgendeiner Form per Volksentscheid abgestimmt werden.</p>
<p>Ein Verbot von Minaretten verhindert und verbietet vielleicht nicht die muslimische Religionsausübung – aber dass gewisse Symbole zur Identifikation von Gläubigen mit ihrer Religion beitragen, zeigt ja wohl z.B. auch die Diskussion über Kruzifixe in öffentlichen Schulen. Dieses Beispiel ist aber nur bedingt vergleichbar, denn immerhin handelt es sich bei Schulen um öffentliche Einrichtungen, während Minarette oder Kirchtürme unter freiem Himmel stehen, den ja wohl niemand für sich alleine beanspruchen kann. Wie weit könnte so ein Verbot von Symbolen denn dann gehen? Zumal nach dem Minarett-Verbot ja postwendend die nächsten Forderungen nach Burka- und Kopftuchverbot kamen. Wenn der erste Schritt getan wird, über Detailfragen der Ausübung von Grundrechten abstimmen zu lassen, und wenn sich diese Form der (für mich falsch interpretierten) Demokratie durchsetzet, dann kann sich heute niemand mehr sicher sein, ob er morgen noch das Recht auf freie Meinungsäußerung hat, oder ob eine Mehrheit vielleicht darüber gerichtet hat, dass er es eben nicht mehr hat. Das ist Spekulation, richtig, aber ist es nicht besser, schon heute über mögliche Fehler von morgen zu spekulieren, statt morgen einfach von ihnen überrascht zu werden?</p>
<p>Demokratie bedeutet zwar AUCH, dass die Mehrheit entscheidet und Minderheiten sich zu einem gewissen Teil diesen Mehrheiten beugen müssen, das ist gut und richtig so und das wertschätze ich an unserer Demokratie – ohne Frage. Aber eine gute Demokratie macht es sich eben auch zur Aufgabe, Minderheiten nicht dem Diktat schier grenzenloser Mehrheiten zu unterwerfen oder in irgendeiner Form zurückzudrängen. Das hat die Schweiz für meinen Geschmack (und übrigens auch den Geschmack der meisten Kommentatoren in deutschen sowie internationalen Medien) in diesem Punkt getan. In der Schweiz gibt es ganze VIER Minarette. Diese groß beschworene Angst vor Islamisierung ist also angesichts dieser lächerlich geringen Zahl nichts weiter als eine große Luftblase. Denn solch ein Verbot fördert weder den noch immer dringend notwendigen Diskurs zwischen den Kulturen, noch vermindert es in irgendeiner Form islamistischen Terrorismus. Dieses Verbot trifft vor allem all jene Muslime, die einfach nur friedlich ihrem Glauben nachgehen wollen und dafür ja wohl auch ihre Symbole haben dürfen. Jeder Friedfertige wird unter den Generalverdacht gestellt, ein extremistischer Terrorist zu sein, das ist doch die Botschaft des Ganzen. So, als wären Minarette die Verkörperung alles Bösen dieser Welt. Wer Intoleranz mit Intoleranz begegnet, ist einfach nur töricht.</p>
<p>Ich habe nicht behauptet, dass alle Schweizer rechtsradikal sind: Aber die Abstimmung wurde nun mal von zwei rechtsgerichteten Parteien ins Leben gerufen, die selbstverständlich alles dafür getan haben, ihre Sichtweise in großen Teilen der Bevölkerung durchzusetzen. Dabei sage ich nicht, dass alle Schweizer doof sind – ich glaube schon, dass die Rechtspopulisten bei den Menschen nur etwas geweckt haben, was schon da war, nämlich eine grundsätzliche, tief sitzende Skepsis und Angst gegenüber Menschen anderer Glaubensrichtungen, hauptsächlich gegenüber Moslems. Und es ist bei Leibe nicht schwer, solch eine Grundhaltung, die wir möglicherweise alle haben, zu wecken und zu verstärken. Dass diese Taktik funktioniert, bereits vorhandene Grundstimmungen durch Propaganda zu verstärken bis in die Ekstase, das haben verschiedene Beispiele in unserer Geschichte gezeigt. Nur so viel: In Deutschland wurden ab 33 auch zuerst jüdische Geschäfte boykottiert, und manch einer dachte: Okay, diesen reichen Säcken schadet das vielleicht nicht. Kurz danach durften Juden bestimmte Berufe nicht mehr ausüben – okay, mag sich manch einer gedacht haben, dann arbeiten sie eben was anderes. Ich glaube jeder weiß, wie das weiter ging und wohin uns das alles geführt hat. Damit will ich nicht sagen, dass sich dieser Prozess in der Schweiz wiederholt: Aber ich möchte sagen, dass solche Prozesse der Diskriminierung von Minderheiten in einem Land IMMER schleichend anfangen, vielleicht unbemerkt, vielleicht unter Tolerierung einer großen Mehrheit. Ist das dann für dich Demokratie?? Darf so etwas geschehen, nur weil die Mehrheit es für gut befindet, oder zumindest die Schnauze dazu hält?? Ich sage ganz klar: NEIN! </p>
<p>In einem Punkt möchte ich dir noch unumschränkt zustimmen: Nämlich in dem, dass Deutschland in solchen Punkten in der jüngeren Geschichte bislang meist eine Vorbildrolle eingenommen hat. Darauf bin ich auch stolz und deshalb werde ich alles tun, unsere Demokratie hier im Land zu verteidigen und zu erhalten. Im Übrigen wäre hier ein ähnliches Volksbegehren zu einem Minarett-Verbot in dieser Form gar nicht möglich. Das ist nun mal eben der Sinn einer repräsentativen Demokratie. Gewisse Dinge (und da gehören die Grundrechte dazu!) können nicht in den Verantwortungsbereich des Volkes allein gelegt werden. Wer an diesem Punkt gegen die repräsentative Demokratie argumentiert, der argumentiert gleichzeitig für die Anarchie. Wäre das wirklich besser??! Volksabstimmungen kann und muss es gewiss geben – aber nicht dann, wenn sie so leicht mit einfachen, rassistischen Totschlag-Argumenten beeinflussbar sind und solch eine verheerende Außenwirkung haben wie die Minarett-Entscheidung.</p>
<p>(Dazu möchte ich noch kurz ergänzen, dass sich im Übrigen auch Deutschland noch nicht auf seiner Vorbildrolle in puncto Toleranz ausruhen kann – in Berlin habe ich selbst gesehen, dass eine Synagoge mit Absperrzäunen und bewaffneten Polizisten rund um die Uhr beschützt werden musste, um rassistische Übergriffe zu verhindern. 64 Jahre nach dem Krieg.)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: JUICEDaniel</title>
		<link>http://www.regioblog.de/index.php/archives/2009/11/30/votum-in-die-unfreiheit/comment-page-1/#comment-53184</link>
		<dc:creator>JUICEDaniel</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 19:46:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.regioblog.de/?p=3560#comment-53184</guid>
		<description>@ Peter Löwenstein: Danke für den Hinweis. Komplette Wörter in Großbuchstaben waren allerdings nicht dabei, einzelne sind hier hoffentlich erwünscht ;) Und fett habe ich es nur geschrieben, damit es sich von den Zitaten unterscheidet. Ansonsten ist nur schwer erkennbar, wer was geschrieben hat. Leider funktioniert bei euch nämlich der &quot;blockquote&quot;-Tag nicht, hatte ich extra vorher ausprobiert (= keine textliche Veränderung).

[Ich sag mal: Komplette Wörter in Großbuchstaben können auch einzelne Wörter sein und solche habe ich bei dir gelesen. 
Danke für den Hinweis auf blockquote. Wird korrigiert. Gruß, Peter]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Peter Löwenstein: Danke für den Hinweis. Komplette Wörter in Großbuchstaben waren allerdings nicht dabei, einzelne sind hier hoffentlich erwünscht <img src='http://www.regioblog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Und fett habe ich es nur geschrieben, damit es sich von den Zitaten unterscheidet. Ansonsten ist nur schwer erkennbar, wer was geschrieben hat. Leider funktioniert bei euch nämlich der &#8220;blockquote&#8221;-Tag nicht, hatte ich extra vorher ausprobiert (= keine textliche Veränderung).</p>
<p>[Ich sag mal: Komplette Wörter in Großbuchstaben können auch einzelne Wörter sein und solche habe ich bei dir gelesen.<br />
Danke für den Hinweis auf blockquote. Wird korrigiert. Gruß, Peter]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jenny Warzecha</title>
		<link>http://www.regioblog.de/index.php/archives/2009/11/30/votum-in-die-unfreiheit/comment-page-1/#comment-53182</link>
		<dc:creator>Jenny Warzecha</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 17:58:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.regioblog.de/?p=3560#comment-53182</guid>
		<description>Ziehe meine Aussagen über Evangelikale zurück, da sie nichts mit dem Thema zu tun haben und nicht stimmen.

Wäre es möglich, dass der Admin den ganzen Kommentar löscht? Ich bin bei diesem Thema sehr gespalten, da ich selbst Christin bin und trotzdem Menschen anderer Glaubensrichtungen toleriere. Das mag in den Augen vieler nicht gehen, tut es aber.
[Deinem Wunsch habe ich entsprochen, Gruß Peter]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ziehe meine Aussagen über Evangelikale zurück, da sie nichts mit dem Thema zu tun haben und nicht stimmen.</p>
<p>Wäre es möglich, dass der Admin den ganzen Kommentar löscht? Ich bin bei diesem Thema sehr gespalten, da ich selbst Christin bin und trotzdem Menschen anderer Glaubensrichtungen toleriere. Das mag in den Augen vieler nicht gehen, tut es aber.<br />
[Deinem Wunsch habe ich entsprochen, Gruß Peter]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Peter Löwenstein</title>
		<link>http://www.regioblog.de/index.php/archives/2009/11/30/votum-in-die-unfreiheit/comment-page-1/#comment-53181</link>
		<dc:creator>Peter Löwenstein</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 17:23:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.regioblog.de/?p=3560#comment-53181</guid>
		<description>@JUICEDaniel Danke für die Anmerkungen. Bitte das nächste Mal ohne Fettdruck und Groß-Buchstaben.
Beide Stilarten gelten bei häufiger Verwendung als lautes Schreien und das wirkt gemeinhin als unhöflich.

 Eine Missachtung hätten deine starken und inhaltlich sehr gut begründeten Fragen allerdings nicht verdient. Vielleicht einfach nur etwas leiser auftreten das nächste Mal.

Gruß, Peter</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@JUICEDaniel Danke für die Anmerkungen. Bitte das nächste Mal ohne Fettdruck und Groß-Buchstaben.<br />
Beide Stilarten gelten bei häufiger Verwendung als lautes Schreien und das wirkt gemeinhin als unhöflich.</p>
<p> Eine Missachtung hätten deine starken und inhaltlich sehr gut begründeten Fragen allerdings nicht verdient. Vielleicht einfach nur etwas leiser auftreten das nächste Mal.</p>
<p>Gruß, Peter</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: JUICEDaniel</title>
		<link>http://www.regioblog.de/index.php/archives/2009/11/30/votum-in-die-unfreiheit/comment-page-1/#comment-53179</link>
		<dc:creator>JUICEDaniel</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 16:37:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.regioblog.de/?p=3560#comment-53179</guid>
		<description>@ Jenny #15: [Der Kommentartext wurde auf Wunsch des Kommentar-Autors gelöscht]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Jenny #15: [Der Kommentartext wurde auf Wunsch des Kommentar-Autors gelöscht]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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