Vor einigen Tagen habe ich Limit beendet. Seit dieser Zeit überlege ich, wie ich den letzten Teil des Review schreiben soll, ohne denjenigen, die das Buch selbst lesen möchten, die Spannung zu nehmen.
Spannend waren sie nämlich noch, diese letzten 400 Seiten. Und um es vorweg zu nehmen – das Ende ist vollkommen anders, als ich es mir vorgestellt habe. Ich war mir ungefähr 150 Seiten vor Schuss absolut sicher, den Bösewicht entlarvt zu haben – und lag total daneben!
Wie schon im ganzen Buch verteilt Schätzing die Handlung auf diverse Orte und Handlungsstränge und rast dann mit rauschendem Tempo von Ort zu Ort, von Ereignis zu Ereignis. Aus der Hand legen kann man das Buch jetzt kaum noch. Die Spannung steigert sich von Seite zu Seite. Der Informationskristall aus Vogelaars Auge birgt brisante Informationen – ein Anschlag auf eine Einrichtung von Orley Enterprices ist geplant. Da kommt eigentlich nur GAIA, das Hotel auf dem Mond in Frage. Dort eskaliert die Lage, als der Attentäter enttarnt wird. Er bringt während eine Ausfluges einen Teil seiner Mitreisenden um, denn nun gerät er in Zeitdruck, er muss die Bombe zünden, bevor sie gefunden wird. Sein Komplize wird im Hotel GAIA aktiv, dort kommt es zu einem Kampf, bei dem das Hotel komplett zerstört wird. Und auch hier sterben Menschen, nur ein kleiner Teil der Gäste und des Personals sind in der Lage, sich in Sicherheit zu bringen. Eine fieberhafte Suche nach der Atombombe beginnt.
Auf der Erde – wir sind inzwischen in London angekommen – in der Zentrale von Orley Enterprices, spitzt sich die Lage zu. Wer ist der Maulwurf, der eng mit Xin, dem Killer zusammenarbeitet? Es kommt zu einem dramatischen Showdown. Fast zu spät stellt sich heraus, dass nicht GAIA das Ziel des Anschlages ist. In letzter Sekunde wird die Bombe gefunden und in einem abgelegenen Mondkrater zur Detonation gebracht. Und dann taucht überraschend eine 2. Bombe auf…… an Bord der Raumfähre Charon. Die hat gerade die Überlebenden zur Basis OSS gebracht. Ausgerechnet Lynn, der inzwischen geistig völlig verwirrten Tochter Julian Orleys gelingt ein Notstart der Charon, weg von der Raumstation. Damit rettet sie ihrem Vater und den anderen das Leben. Sie selbst ist an Bord der Charon eingeschlossen mit der Bombe und die Charon verglüht in den Tiefen des Weltalls.
Danach hat man ein paar Seiten lang wirklich den Eindruck, dass die Story nun zu Ende ist. Nur – da sind noch eine Menge Seiten übrig. Und viele Fragen offen! Wer oder was ist diese Hydra und wer ist der Kopf der Organisation? Das kann doch jetzt unmöglich alles gewesen sein?
Nein, natürlich nicht! Aber – den Schluss kann ich nun wirklich nicht verraten!




