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Mein Leben mit dem Palm Pre – ein Erlebnisbericht

Von Ingrid • 16. Jan 2010 • Kategorie: Netzkultur
Palm Pre (cc) von dekuwa

Palm Pre (cc) von dekuwa

Seit ein paar Wochen bin ich stolze Besitzerin des neuen Palm Pre. Nachdem mein altes Nokia-Handy (das eigentlich so alt noch gar nicht war….) einen irreparablen Wasserschaden erlitten hatte, und da ich mich ziemlich oft mit dem Handy im Internet bewege, schien mir der Palm eine interessante Alternative zu sein. Und mit EUR 20,– im Monat zudem eine kostengünstige gegenüber dem iPhone. Allerdings – eine Internetflat für`s Handy ist dringend empfehlenswert, sonst kann das Ganze doch ein teurer Spaß werden!

Das erste, das mir auffiel als das Päckchen kam, war, dass kein Benutzerhandbuch dabei war. Ich als Frau brauche so etwas. Die meisten Männer werfen technische Manuals ja sofort weg, aber wir Frauen sind da doch etwas anders gestrickt und haben ganz gerne etwas in der Hand um darin zu blättern. Ich hab` mich schon gefragt, ob das Gerät nur für Männer gedacht ist. Nun ist es aber nicht so, dass es kein Handbuch gibt, man kann es aus dem Internet herunterladen und wenn man möchte, natürlich auch ausdrucken. Nur – es zählt stolze 204 Seiten! Fast ein Roman also, vom Drucken habe ich also Abstand genommen. Immerhin ist der Palm doch recht benutzerfreundlich und die Grundfunktionen sind in der Kurzanleitung erklärt. Außerdem hat man zu jeder Anwendung ein Hilfe-Menü.

Das Design des Palm ist etwas schnittiger als das des iPhone, es liegt gut in der Hand. Die winzige Tastatur kann mit einem Handgriff heraus geschoben werden und dann taucht auf der Rückseite des Gerätes ein praktischer Schminkspiegel auf – also doch ein Handy für uns Frauen! Aber natürlich ist das gar kein Schminkspiegel, sondern zur Kontrolle gedacht, wenn man sich selbst fotografiert. Wimpern tuschen geht aber trotzdem ganz prima damit!

Die Tastatur dagegen ist wieder ein anderes Thema. Die Tasten sind wirklich sehr klein. Ich als Frau habe da den Vorteil, dass ich sie mit den Fingernägeln relativ zielgerichtet drücken kann (mal sehen, wie lange sie diese rohe Behandlung überleben), es ist mir aber ein Rätsel, wie ein Mann mit kräftigeren Fingern damit klar kommt. Ich habe mir jedoch sagen lassen, dass es funktioniert. Prinzipiell ist die Tatstatur besser als zum Beispiel die Touchscreen-Tatstatur meines letzten Handys. Die war so klein, dass man ohne einen kleinen Stift gar nicht damit arbeiten konnte. Trotzdem bin ich mit dem Zahlenfeld eines Handys ohne Worterkennung immer noch deutlich schneller als mit der Tastatur des Palm. Da gäbe es meiner Meinung nach durchaus noch Verbesserungspotential. Den Touchscreen bedient man dagegen relativ einfach durch tippen, ziehen und flippen sowie über den Gestenbereich. Ist ein bisschen Übungssache, aber wenn man den Bogen einmal heraus hat, weiter kein Problem. Andere Anwendungen sind etwas trickreicher und ohne die Hilfe meines Twitter-Freundes @Karotte_Exe wüsste ich vermutlich heute noch nicht, wie man z.Bsp. in einem Text zurückgeht, ohne dabei alles wieder zu löschen. Das funktioniert nämlich so: einen Fingen auf den Gestenbereich und mit einem andern da hin tippen, wo der Cursor hin soll – auch das ist Übungssache. Ich hoffe mal, ich lerne es noch, im Moment gelingen mir meist nur Zufallstreffer.

Daten vom Computer auf den Palm übertragen ist dagegen total easy – einfach den Palm per mitgeliefertem USB-Kabel an den Computer anschließen und die gewünschten Daten per Copy und Paste auf das Wechsellaufwerk speichern. Einfacher geht es nicht.

Außerdem ist man flott im Web unterwegs, das Teil ist echt schnell! Mein Laptop braucht deutlich länger um hochzufahren und ist alles in allem wesentlich langsamer. Die angebotenen Apps sind im Moment zwar noch ziemlich überschaubar, aber im Februar soll ein neuer Katalog auf den Markt kommen. Außerdem gibt es ja auch noch Preware (wobei ich zugeben muss, dass ich an der Installation trotz einer blondinensicheren Bedienungsanleitung kläglich gescheitert bin. Da muss ich wohl noch mal jemand fragen, der sich auskennt…..).

Das aber wirklich größte Manko des Palm ist sein Akku. Hält maximal einen Tag, selbst wenn man sich peinlich genau an alle genannten Lade- und Energiespartipps hält. Und das ist wirklich Verbesserungswürdig.

Aber – ich mag meinen Palm pre. Obwohl er jede Nacht für Stunden am Ladegerät hängt, möchte ich ihn nicht mehr missen – und zwar nicht nur wegen des Spiegels!

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Ein Kommentar »

  1. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Peter Löwenstein, Kai Piranha erwähnt. Kai Piranha sagte: RT @Gersprenz Mein Leben mit dem Palm Pre – ein Erlebnisbericht » Regioblog http://tinyurl.com/ycc97qj [...]

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