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Einladung zur Waldbegehung

Von Pressestelle Stadt Groß-Umstadt • 11. Feb 2010 • Kategorie: Groß-Umstadt, Stadtkalender

Was geschieht in den nächsten 10 Jahren mit dem Umstädter Wald?

Sehr herzlich lädt die Stadt Groß-Umstadt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, am Sa. 20. Februar um 14.00 Uhr an einer Waldbegehung teilzunehmen, bei der es um die sog. Forsteinrichtung im Stadtwald von Groß-Umstadt geht. Start ist um 14.00 Uhr am „Rödelshäuschen“. Autofahrer können am Parkplatz „Alter Steinbruch“ an der Straße nach Dorndiel parken und sind in ein paar Minuten zu Fuß am Ausgangspunkt. Zu empfehlen sind wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk, es geht auch gelegentlich abseits von Wegen in den Wald …

Herr Forstoberrat Kurt Glogner wird die Forsteinrichtung vorstellen und erläutern, auf welche Weise die verschiedenen forstlichen Inventurdaten erhoben werden, welche Überlegungen hinter der neuen Planung stehen und zu welchen Ergebnissen sie kommt. Schon im Februar 2008 fand die Einleitungsverhandlung zwischen Hessenforst und Stadt Groß-Umstadt statt, nun steht die neue Forsteinrichtung kurz vor dem Abschluss. Dieses jeweils auf 10 Jahre angelegte Waldnutzungskonzept erstellt Hessenforst für jede einzelne Waldabteilung in allen hessischen Kommunen. Diese haben als Waldbesitzer allerdings die Möglichkeit, eigene Vorstellungen geltend zu machen.

Der Magistrat der Stadt Groß-Umstadt hat sich deshalb Grundsätze gegeben, deren Prioritätenfolge zeigt, dass die Erholungsfunktion des Waldes und eine naturnahe Waldwirtschaft Vorrang vor dem finanziellen Nutzen haben:
1. Priorität – Erhaltung und Entwicklung der Erholungsfunktionen des Waldes
2. Priorität – Naturnahe Waldwirtschaft
3. Priorität – Naturschutzmaßnahmen fördern
4. Priorität – Wildhege
5. Priorität – Brennholznutzung
6. Priorität – Forstwirtschaftliche Nutzung

Das bedeutet, dass Groß-Umstadt einerseits die aufwändige Arbeit von Hessenforst dringend braucht und dankbar annimmt, andererseits aber ergänzend eigene Vorstellungen einbringt und sich zu den Schwerpunkten eigene Gedanken macht. So will Groß-Umstadt die Holzvorräte in den nächsten 9 Jahren erhöhen und insbesondere bei der Buche das sog. Umtriebsalter von 140 auf 160 Jahre festlegen, was eine deutlich geringere Einschlagquote bedeutet, als zunächst vorgeschlagen worden war (ca. 10 % beim Gesamteinschlag, ca. 50 % bei der Buche).

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