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	<title>Kommentare zu: Kommunalpolitiker in Social Medien: Schweigen und faule Versprechen</title>
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	<description>Artikel und Meinungen aus Südhessen</description>
	<lastBuildDate>Mon, 31 Jan 2011 16:15:22 +0100</lastBuildDate>
	
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		<title>Von: Peter Löwenstein</title>
		<link>http://www.regioblog.de/index.php/archives/2010/02/24/kommunalpolitiker-in-social-medien-schweigen-und-faule-versprechen/comment-page-1/#comment-53585</link>
		<dc:creator>Peter Löwenstein</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 15:30:53 +0000</pubDate>
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		<description>@Andreas: Ich bin mir nicht sicher, ob die größere Reichweite noch relevant ist, wenn nur wenige Nachrichten durch den Flaschenhals durchpassen. Eine Zeitung hat ja nur wenige Seiten, wie du selbst schon an anderer Stelle meintest, reicht dass nur, um eben auch weniges Abzudrucken.

Und sicher passieren im direkten persönlichen Dialog lustige Dinge, die im Internet später blöd aussehen. Nicht alles was man den lieben langen Tag als Politiker macht ist zitierfähig, druckreif und die Frisur sitzt auch nicht immer. Ich denke der Umgang mit solchen menschlichen Fehlern ändert sich gerade, sehe ich zumindest auch bei der Ex-Bischöfin so.

Für Neuseeland sind die Nachrichten der neuen Rutsche im Kindergarten des Ortes natürlich überflüssig. Aber der eigentliche Vorteil wäre, dass die Nachrichten überhaupt zu lesen wären. Neuseeland ist da eben auch mit versorgt, kostet auch nicht extra. Und dann wäre da noch der iPhone User auf dem Flug nach Berlin, den interessiert, ob die neue Rutsche jetzt endlich auf dem Kinderspielplatz in seinem Viertell aufgebaut wurde und was das kostet. Wäre schön, wenn sowas im Netz steht. Es geht also mehr um die überall leicht abzurufende Verfügbarkeit der lokalen kommunalen Nachrichten.

Aus dem Haus gehen ist unbedingter Bestandteil der Fähigkeit, der Realität begegnen zu können.
Allerdings weiß ich von mir, dass ich mir beim Umgang mit kommunalpolitischen Themen lieber die Beschlussvorlage, den Bauplan der Umgehungsstrasse oder die genauen Haushaltszahlen im Internet durchlesen würde, als mir diesen Sachstand im Stadtparlament aus den einzelnen Redebeiträgen zusammen klauben zu müssen. 

Was ganz anderes ist der Umgang mit Kandidaten, in direkten Begegnungen im echten Leben.  Du erinnerst dich sicher, dass ich unsere beiden Landratskandidaten Buschmann und Schellhaas im Radio Darmstadt live moderierte, um den zugeben nicht allzu zahlreichen Zuhöhrern eine bequeme Möglichkeit zu geben, etwas mehr von den Kandidaten aufzuschnappen als deren Photoshop Plakatbilder, ohne dabei aus dem Haus gehen zu müssen. 

Ich habe beide Kandidaten auch bei anderen Veranstaltungen erlebt, Pit Schellhaas z.B. beim SPD Heringsessen in Lengfeld. Wir schüttelten damals am Tisch ungläubig den Kopf, so wild wurde mit Fakten durch den mit Senioren gut gefüllten Saal geschossen. Bei den Nachfragen stellten sich viele Fakten als Blödsinn heraus, z.B. die Ankündigung,  wieviel Hunderttausend Euro Caparol noch in den nächsten Jahren in den Ausbau der Produktionsanlagen stecken würde. Ich fragte bei Caparol nach, offizielles Statement: Null. Denn da waren die im Redebeitrag genannten Investitionen schon verbaut worden. Im Redebeitrag wurden einfach Investitionen aus der Vergangenheit in zukünftige, zeitnahe Vorhaben umgemünzt - und wir haben das zu Dritt am Tisch so gehört, vor einem Jahr.

Ich erzähle jetzt zwar von Pit Schellhaas, aber ich kann sowas auch von anderen Kandidaten der DKP oder der CDU gut erzählen, ich glaube, dass geht quer durch.
Solche Erfahrungen sollte man sich mal gönnen, alleine um die Glaubwürdigkeit von politischen Reden im kleinen Parteikreis für sich selbst einnorden zu können. Wäre ja dann doch reizvoll, solche ausgeschmückten Redebeiträge zum Nachlesen in einem Forum oder einem Social Network zu Nachlesen vorrätig zu haben. 
Kann sein, dass ich mich irre, aber ich glaube, dann wären viele vollmundige Statements der kommunalpolitisch aktiven Redner verständlicher, weniger aggressiv und näher an der Realität.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Andreas: Ich bin mir nicht sicher, ob die größere Reichweite noch relevant ist, wenn nur wenige Nachrichten durch den Flaschenhals durchpassen. Eine Zeitung hat ja nur wenige Seiten, wie du selbst schon an anderer Stelle meintest, reicht dass nur, um eben auch weniges Abzudrucken.</p>
<p>Und sicher passieren im direkten persönlichen Dialog lustige Dinge, die im Internet später blöd aussehen. Nicht alles was man den lieben langen Tag als Politiker macht ist zitierfähig, druckreif und die Frisur sitzt auch nicht immer. Ich denke der Umgang mit solchen menschlichen Fehlern ändert sich gerade, sehe ich zumindest auch bei der Ex-Bischöfin so.</p>
<p>Für Neuseeland sind die Nachrichten der neuen Rutsche im Kindergarten des Ortes natürlich überflüssig. Aber der eigentliche Vorteil wäre, dass die Nachrichten überhaupt zu lesen wären. Neuseeland ist da eben auch mit versorgt, kostet auch nicht extra. Und dann wäre da noch der iPhone User auf dem Flug nach Berlin, den interessiert, ob die neue Rutsche jetzt endlich auf dem Kinderspielplatz in seinem Viertell aufgebaut wurde und was das kostet. Wäre schön, wenn sowas im Netz steht. Es geht also mehr um die überall leicht abzurufende Verfügbarkeit der lokalen kommunalen Nachrichten.</p>
<p>Aus dem Haus gehen ist unbedingter Bestandteil der Fähigkeit, der Realität begegnen zu können.<br />
Allerdings weiß ich von mir, dass ich mir beim Umgang mit kommunalpolitischen Themen lieber die Beschlussvorlage, den Bauplan der Umgehungsstrasse oder die genauen Haushaltszahlen im Internet durchlesen würde, als mir diesen Sachstand im Stadtparlament aus den einzelnen Redebeiträgen zusammen klauben zu müssen. </p>
<p>Was ganz anderes ist der Umgang mit Kandidaten, in direkten Begegnungen im echten Leben.  Du erinnerst dich sicher, dass ich unsere beiden Landratskandidaten Buschmann und Schellhaas im Radio Darmstadt live moderierte, um den zugeben nicht allzu zahlreichen Zuhöhrern eine bequeme Möglichkeit zu geben, etwas mehr von den Kandidaten aufzuschnappen als deren Photoshop Plakatbilder, ohne dabei aus dem Haus gehen zu müssen. </p>
<p>Ich habe beide Kandidaten auch bei anderen Veranstaltungen erlebt, Pit Schellhaas z.B. beim SPD Heringsessen in Lengfeld. Wir schüttelten damals am Tisch ungläubig den Kopf, so wild wurde mit Fakten durch den mit Senioren gut gefüllten Saal geschossen. Bei den Nachfragen stellten sich viele Fakten als Blödsinn heraus, z.B. die Ankündigung,  wieviel Hunderttausend Euro Caparol noch in den nächsten Jahren in den Ausbau der Produktionsanlagen stecken würde. Ich fragte bei Caparol nach, offizielles Statement: Null. Denn da waren die im Redebeitrag genannten Investitionen schon verbaut worden. Im Redebeitrag wurden einfach Investitionen aus der Vergangenheit in zukünftige, zeitnahe Vorhaben umgemünzt &#8211; und wir haben das zu Dritt am Tisch so gehört, vor einem Jahr.</p>
<p>Ich erzähle jetzt zwar von Pit Schellhaas, aber ich kann sowas auch von anderen Kandidaten der DKP oder der CDU gut erzählen, ich glaube, dass geht quer durch.<br />
Solche Erfahrungen sollte man sich mal gönnen, alleine um die Glaubwürdigkeit von politischen Reden im kleinen Parteikreis für sich selbst einnorden zu können. Wäre ja dann doch reizvoll, solche ausgeschmückten Redebeiträge zum Nachlesen in einem Forum oder einem Social Network zu Nachlesen vorrätig zu haben.<br />
Kann sein, dass ich mich irre, aber ich glaube, dann wären viele vollmundige Statements der kommunalpolitisch aktiven Redner verständlicher, weniger aggressiv und näher an der Realität.</p>
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		<title>Von: Andreas</title>
		<link>http://www.regioblog.de/index.php/archives/2010/02/24/kommunalpolitiker-in-social-medien-schweigen-und-faule-versprechen/comment-page-1/#comment-53578</link>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 16:26:58 +0000</pubDate>
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		<description>Um mal meine Meinung zu einigen Punkten in den Raum zu werfen:
Die größere Erreichbarkeit hat man definitiv über Zeitungen etc. Der Großteil der Wähler ist eben nicht in den SocialNW unterwegs bzw. nutzt diese nicht politisch. Der Anteil an twitter und Blog-Leser ist in Deutschland weiter verschwindend gering. Auf Berichterstatung dort können politiker also nicht verzichten, SocialNW wären demnach ein Extra. Darüber hinaus kommt es auf die Wählergruppe an. Übertrieben überspitzt gesagt: Die CDU kann besser in Zeitungen für alte Menschen vorkommen, die Grünen eher im Netz.

Zudem müssen Politiker vorsichtiger sein, mit dem was sie ins Netz posaunen, als &quot;normale&quot; Menschen. Schnell kann alles zitiert werden und gegen einen benutzt. Hier entsteht der Zwiespalt zwischen schnell, persönlich  und spontan sein und auf der anderen Seite.

Noch eine Frage sei erlaubt: Was bringt es einem lokalem Bürgermeister, wenn man in Neuseeland seine Mitteilungen lesen kann.


Generell halte ich es für durchaus gut, wenn eine Politikerin/ein Politiker im Netz gut un aktiv ist. Aber andere Dinge sind wichtiger. Was mich an dem Aufregen über nicht-web-affine Politiker stört, ist eine gewisse ich-verlasse-mein-haus-nicht-Haltung. Erwarten web-Affine Menschen (zu denen ja auch ich gehöre) ernsthaft, alles über die Politik, ihre Politiker, was sie tun, was sie meinen, Antworten auf Fragen - im netz bekommen. Den Finger krum machen (auf der Tastatur), mehr aber nicht? Haben die Leute Angst vor Menschen? Warum nicht auch mal raus gehen, die Politiker an einem Wahlkampfstand, bei einer Veranstaltug etc. treffen, ansprechen, fragen- mit mehr als möglichen 140 zeichen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Um mal meine Meinung zu einigen Punkten in den Raum zu werfen:<br />
Die größere Erreichbarkeit hat man definitiv über Zeitungen etc. Der Großteil der Wähler ist eben nicht in den SocialNW unterwegs bzw. nutzt diese nicht politisch. Der Anteil an twitter und Blog-Leser ist in Deutschland weiter verschwindend gering. Auf Berichterstatung dort können politiker also nicht verzichten, SocialNW wären demnach ein Extra. Darüber hinaus kommt es auf die Wählergruppe an. Übertrieben überspitzt gesagt: Die CDU kann besser in Zeitungen für alte Menschen vorkommen, die Grünen eher im Netz.</p>
<p>Zudem müssen Politiker vorsichtiger sein, mit dem was sie ins Netz posaunen, als &#8220;normale&#8221; Menschen. Schnell kann alles zitiert werden und gegen einen benutzt. Hier entsteht der Zwiespalt zwischen schnell, persönlich  und spontan sein und auf der anderen Seite.</p>
<p>Noch eine Frage sei erlaubt: Was bringt es einem lokalem Bürgermeister, wenn man in Neuseeland seine Mitteilungen lesen kann.</p>
<p>Generell halte ich es für durchaus gut, wenn eine Politikerin/ein Politiker im Netz gut un aktiv ist. Aber andere Dinge sind wichtiger. Was mich an dem Aufregen über nicht-web-affine Politiker stört, ist eine gewisse ich-verlasse-mein-haus-nicht-Haltung. Erwarten web-Affine Menschen (zu denen ja auch ich gehöre) ernsthaft, alles über die Politik, ihre Politiker, was sie tun, was sie meinen, Antworten auf Fragen &#8211; im netz bekommen. Den Finger krum machen (auf der Tastatur), mehr aber nicht? Haben die Leute Angst vor Menschen? Warum nicht auch mal raus gehen, die Politiker an einem Wahlkampfstand, bei einer Veranstaltug etc. treffen, ansprechen, fragen- mit mehr als möglichen 140 zeichen!</p>
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