
Ob er sich wirklich über Punkte freut? Neue Radarfalle am Ortsausgang Rimbach in Richtung Mörlenbach
Acht Radarfallen auf einem Kilometer Wegstrecke
Rimbach/Kreis Bergstraße (pdh) Auch nüchterne Autofahrer glauben in Rimbach seit einigen Tagen, doppelt zu sehen. Grund sind zwei neue Radaranlagen, die wenige Meter voneinander entfernt auf derselben Straßenseite am Ortseingang aus Richtung Fürth stehen und die Gesamtzahl der Radarfallen auch acht erhöhen. Damit scheint Rimbach die Hessenmeisterschaft an Starenkasten-Dichte im Straßenverkehr sicher zu sein.
Rimbachs Bürgermeister Hans-Jürgen Pfeifer sieht die Angelegenheit naturgemäß anders. Zunächst unterscheidet er zwischen Geschwindigkeitskontrollen, denen vier Geräten an den Ortseingängen der Bundesstraße 38 dienen und den Geräten zur Überwachung der Fußgängerampeln an Kreuzungen. Bis zu 18.000 Kraftfahrzeuge durchqueren den Ort täglich auf der einzigen Durchfahrtsstraße und hätten in der Vergangenheit zu sehr vielen kaum noch beherrschbaren Verkehrssituationen, gerade an den Zebrastreifen, geführt. Seit Einrichtung der Blitzer an den Kreuzungsampeln seien diese Vorfälle auf ein Achtel der Zahl gesunken, teilte Pfeifer auf Anfrage mit.
Die Rimbacher Bürger, so Pfeifer, seien mit den Verkehrsberuhigungsmaßnahmen sehr zufrieden. Es werde langsamer als früher durch den Ort gefahren und käme auch kaum noch zu Überfahrungen der Ampeln bei rotem Licht. Die vielen Verkehrskontrollgeräte kosteten die Gemeinde noch nicht einmal Geld, denn die Gebühren für den Mietkauf würden durch die Strafzettel aufgebracht.
Wenn dann die Radarkontrollen in den Besitz der Gemeinde übergegangen seien, rechnet Pfeifer dennoch nicht mit einem nennenswerten Beitrag zu Gemeindehaushalt, denn, wie nicht anders zu erwarten, dienen die acht Geräte der Verkehrssicherheit und nicht dem Gemeindesäckel.

