
Richterin am Hessischen Staatsgerichtshof Karin Wolski ist am Freitag nach der Verurteilung ihres Mannes, Rechtsanwalt Michael Wolski von ihrem Amt zurückgetreten
Richterin am Hessischen Staatsgerichtshof, stellvertretende Vorsitzende Karin Wolski ist zurückgetreten
Darmstadt/Wiesbaden (pdh) Nach der Verurteilung ihres Ehemannes ist die hessische Staatsrichterin Karin Wolski von ihrem Amt zurückgetreten. Sie habe nach dem Abschluss des Strafverfahrens den Spielraum zurückgewonnen, um diesen Schritt zu gehen, teilte die der CDU angehörende Juristin am Freitagabend mit. Sie habe sich nichts vorzuwerfen.
Sie legte am Abend “mit sofortiger Wirkung” ihr Amt am hessischen Staatsgerichtshof nieder. Sie wolle damit weiteren Schaden von dem Gericht abwenden, erklärte Karin Wolski. Sie betonte jedoch, dass ihr “von den zuständigen Stellen nach sorgfältiger Prüfung zu keinem Zeitpunkt ein Vorwurf gemacht” worden sei. Sie gehe daher “mit erhobenem Haupt”.
Am Nachmittag war ihr Mann Michael Wolski zu zwei Jahren und zehn Monate Haft wegen Steuerhinterziehung von 1,1 Millionen Euro, Tatzeitraum zwischen 1999 und 2003, verurteilt worden. «Sie wollten dies tun», sagte Vorsitzender Rainer Buss nach fünf Monaten Verhandlung in seiner Begründung. Der 61-Jährige habe von einer reichen, 26 Jahre älteren Frankfurter Unternehmerin Millionen-Beträge erhalten und am Fiskus vorbeigeschleust.


