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Nicht „Nichts“ hinterlassen …

Von Pressestelle Stadt Groß-Umstadt • 29. Mrz 2010 • Kategorie: Groß-Umstadt

Groß-Umstädter Bürgerinnen und Bürger wissen, was zu tun ist

Auch nach 10 Jahren erfolgreicher Beteiligungspolitik in Groß-Umstadt ist für manchen Bürger der Begriff „Agenda“ noch immer ein sperriger, schwieriger Begriff. Darin verbirgt sich das lateinische Wort „agere“ für „tun“, und Agenda wird durchaus als „Tagesordnung“ verstanden, also das, „was zu tun ist“. Was haben wir heute auf der Agenda? – heißt es immer wieder.

So wie einzelne Personen oder Gremien hat auch die Stadt Groß-Umstadt eine Agenda. Stand in den 70er Jahren noch Wachstum im Focus kommunaler Entwicklungsstrategien, heißt es heute: Ressourcen schonen, kein Flächenfraß, Energie sparen, Klima schützen. Wo einst der rauchende Schornstein Symbol für Fortschritt war, gilt heute das Gegenteil!

Mit der UmWeltKonferenz in Rio im Jahr 1992 erging der Auftrag auch an die Kommunen, eine nachhaltige Entwicklung anzustreben, also auch kommunal so zu handeln, dass wir heute die Welt bewahren und unseren Kindern keine Schulden, keinen Müll und keine ausgebeuteten Naturschätze – also nicht nichts – hinterlassen. Das geht nicht von heute auf morgen, eine klare Vorgabe war aber, dass an dieser Entwicklung die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden sollen und Entscheidungen möglichst im Konsens zu treffen sind.

In Groß-Umstadt laufen seit 1999 ungezählt viele Aktivitäten, politische Planungsinstrumente wie Bürgerhaushalt, Flächennutzungsplan, Dorferneuerung und viele andere werden unter großer Bürgerbeteiligung erörtert, kleine und große Projekte verbessern die Lebensqualität in allen Stadtteilen und bewirken auf lange Sicht gesehen einen schonenden und bewahrenden Umgang mit unseren Werten und Gütern.

Auch für dieses Jahr haben engagierte Personen wieder zahlreiche Projekte angeregt, einige werden politisch zu diskutieren sein, andere können auch mit wenig Geld und wohlwollender Unterstützung durch Politik und Verwaltung schnell realisiert werden.

Zu den mittelfristigen Vorschlägen mit eigenem Konzept bzw. Finanzierungsplan gehören:
 Trinkwasserschutz durch ökologische Landwirtschaft
 Kommunale Strategie zur Kraft-Wärme-Kopplung
 Ökostandards für Bebauungspläne
 Verkehrssicherheit für Radfahrer, Radfahrplan, Mehrzweckstreifen
 Umnutzung Schulhaus Raibach zum Bürgertreff
 Neuer Standort für historisches Stadtarchiv
 Aufwertung Taubensemd

Fortgesetzt werden bzw. kurzfristig realisiert werden können:
 KulturmachtSinn – Koordination und Kooperation aller Kulturschaffenden in Groß-Umstadt
 Krimi-Festival auch in den Stadtteilen
 Lego-Tage für Kinder
 Wochenmarkt erweitern
 Öko-Profit für Unternehmen
 Aktionen gegen wilden Müll
 Dämmen im/am Altbau, Energiemesse, etc.
 Runde Tische zur Innendämmung
 Auswertung und Bewerbung der Thermografie-Aktion
 Ortsbegrüßungsschilder Klein-Umstadt
 Wegweiser am Vorplatz Rathaus Klein-Umstadt
 weitere Entwicklung Kuckucksweg Raibach
 Umgestaltung der Wasserentnahmestelle in Raibach

Die Lokale Agenda 21 in Groß-Umstadt ist ein offener und öffentlicher Prozess, an dem sich alle Bürgerinnen und Bürger gerne beteiligen können – sei es mit guten Ideen und Spaß beim Anpacken in nachhaltigen Projekten oder in den Arbeitsgruppen. Derzeit gibt es die unterschiedlichen Aktivitäten in den Stadtteilen, Agenda-Gruppen, die in der Regel eng mit den Ortsbeiräten zusammenarbeiten, es gibt die Beteiligung bei der Dorferneuerung in Richen und im Arbeitskreis Dorfentwicklung in Klein-Umstadt, es gibt in Umstadt einen Arbeitskreis „Verkehr/Mobilität“, eine Arbeitsgruppe der Energieberater, die Strategiegruppe und neu etabliert eine Arbeitsgruppe „Neue Formen der Zusammenarbeit“ mit Politik, Verwaltung und Bürgern.

Die Termine werden regelmäßig in der Zeitung und auf der Homepage veröffentlicht, gerne können Sie auch im Agenda-Büro der Stadt Groß-Umstadt anrufen (781277) oder sich per Mail melden (agenda-buero@gross-unstadt.de).

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