
nonstock Musikfestival im Fischbachtal
Eben gelesen:
Nach zwölf Jahren ehrenamtlicher, gemeinnütziger und kultureller Jugendarbeit im Fischbachtal und Engagement für die Musikszene im Rhein-Main Gebiet sowie dem Odenwaldkreis können wir als Veranstalter „Kulturwiese Nonstock e.V.“ erstmals das Nonstock-Festival nicht stattfinden lassen.
Mehr dazu bei Nonstock.de
Trotz allem Ärger über den Jagdpächter, der seine Interessen durchsetzt: Unübersehbar werden im zweiten und dritten Punkt auch die Grenzen ehrenamtlicher Arbeit deutlich.
Wir brauchen Zeit für Reflexionen und Veränderungen – Zeit, um das Festival in seiner Organisation und in seiner Konzeption neu zu erfinden.
Die Hoffnung stirbt zuletzt:
Ein Neuanfang bleibt ungewiss
Wir erhoffen uns, dass diese Auszeit nicht allzu lange anhält und wir stärkere und auch neue Unterstützung erfahren. Auch wenn wir in den letzten Jahren den Kreis der Aktiven verjüngen konnten, reichen die neuen Kräfte keineswegs aus, um unser Festival mit einem etwaigen Neustart wachsen und gedeihen zu lassen.
Auch wenn wir jetzt noch nicht wissen, ob das Nonstock-Festival wieder aufleben wird – die Hoffnung werden wir nicht aufgeben. Man kann diesen Entschluss auch als einen Hilferuf deuten – wir sind gespannt von wem und wie er erhört werden wird.
Please Please Please… Mit der Finanzkrise der Kommunen sind Förderungen für mehr Kultur zu einem Traumgespinst geworden. Der Aufschrei wird laut werden: Mehr Förderung. Doch das ist Traumtänzerei. Jeder Ruf nach Geld von Kommunen oder vom Kreis ist zu kurz gesprungen.
Vorschläge?
Update:
Fürs Darmstädter Echo liegt die Ursache im Konflikt mit dem Jagdpächter. Ich ahnte es: Das Echo gibt den Jagdpächter zum Bashing frei. Die Echo Leser merken jetzt ganz bestimmt, dass das Echo ein Herz für die Festivalbesucher hat. Liebes Echo, auf der Website von nonstock.de sind drei Gründe aufgezählt. Das Thema Jagdpächter ist zwar der Erste. Doch die anderen beiden fasst ihr im letzten Teil des Artikels so zusammen:
Der Vorstand von ,,Kulturwiese Nonstock” denkt jetzt über einen Neustart nach. Auch deshalb, weil Organisation in den letzten Jahren immer schwieriger wurde. ,,Wir haben einfach nicht mehr genug Helfer. Aber dieses Jahr hätten wir das auf jeden Fall gestemmt.”
Ich staune. Bei nonstock liest sich das so:
2. Das Nonstock Festival ist gerade in den letzten drei Jahren sehr erfolgreich gewesen. Wir konnten dem Publikum ein hochkarätiges Band- und Kulturprogramm bieten. Der Organisationsaufwand ist rapide gewachsen und an vielen Stellen professionell geworden.
Dafür verantwortlich war ein Kern-Team von acht Leuten, von denen in den letzten beiden Jahren drei ausschieden bzw. sich eine Auszeit gönnen. Weitere drei Aktive können in diesem Jahr aus privaten und beruflichen Gründen (Kind, neuer Job, Examen) nicht die nötige Zeit für ein qualitativ hochwertiges, vielfältiges und verantwortbares Festival aufbringen. Es fehlen die personellen Kapazitäten, um die Organisation von Nonstock auf dem gewohnten Niveau zu stemmen.3. Die Organisation des Nonstock-Festivals wurde bisher ausschließlich durch ehrenamtliches Engagement bewerkstelligt. Diese Vorgehensweise stößt an ihre Grenzen. Rein ehrenamtlich ist ein Festival in dieser Größenordnung nicht mehr vollends zu organisieren.
Außerdem haben wir in den letzten beiden Jahren auch eine Vielzahl motivierter, junger Vereinsmitglieder gewonnen. Um sie in bestimmte Ämter und Aufgabenbereiche einzuführen, bedarf es genügend Vorbereitungszeit, aber auch der Schaffung klarer Strukturen und Kompetenzbereiche. Wir brauchen Zeit für Reflexionen und Veränderungen – Zeit, um das Festival in seiner Organisation und in seiner Konzeption neu zu erfinden.


