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Odenwaldschule: Trägerverein berät über die Zukunft der Schule

Von -pdh- • 29. Mai 2010 • Kategorie: Südhessen
 Demonstration durch Rechtsanwalt Jens Jörg Kauffmann, Anwalt des Altschülers Gerhard Roese, mit einem Ausschnitt aus der Satzung der Odenwaldschule, die auch schon zu Missbrauchszeiten Gültigkeit besaß

Demonstration durch Rechtsanwalt Jens Jörg Kauffmann, Anwalt des Altschülers Gerhard Roese, mit einem Ausschnitt aus der Satzung der Odenwaldschule, die auch schon zu Missbrauchszeiten Gültigkeit besaß

Neue Mitglieder wollen beitreten – Entscheidung über neuen Vorstand am Sonnabend

Heppenheim (pdh) Weit entfernt von der Odenwaldschule (OSO) in Ober-Hambach tagte der Trägerverein der Schule im katholischen Pfarrzentrum in Heppenheim. Mit Spannung erwartet werden die Personalentscheidungen.

Es geht um die Forderung der Übergangssprecher Norbert Hofmann (Ex-Landrat des Kreis Bergstraße) und des Augsburger Zahnarztes und so genannter Altschülers der OSO, Dr. Philipp Sturz, alle Mitglieder des Trägervereins sollten abtreten, die bereits bei den ersten Hinweisen auf sexuelle Übergriffe im Jahr 1999 im Amt waren. An diese Bedingung hatten Trägerverein-Sprecher Sturz, aber auch die Schriftstellerin und Ex-Schülerin Amelie Fried ihre Mitarbeit in dem Gremium geknüpft. Auch die umliegende Landkreise mit Federführung des Kreises Bergstraße, hatten sich ähnlich geäußert.

Eine Entscheidung über diese Frage soll am Samstag fallen, wenn die Versammlung fortgesetzt wird. Der alte Vorstand des Trägervereins ist bereits zurückgetreten. Zurzeit besteht der Verein aus 27 Mitgliedern, nachdem vier weitere Mitglieder ausgetreten waren. Fünfzehn neue Aspiranten haben sich für die Aufnahme im Trägerverein beworben. In diese exklusive Gilde aufgenommen zu werden, soll nach Beobachtermeinung sehr schwierig sein.

Eine Personalentscheidung hat Übergangssprecher Philipp Sturz am Freitagabend bereits verkündet. Die frühere Bundesfamilienministerin Süssmuth soll eine externe Kommission leiten. Diese soll helfen, Missbrauch künftig zu verhindern. Außerdem sei eine Satzungsänderung geplant, um Vorstand und Schulleitung zu trennen, hieß es. Auch der Vorschlag eines Anerkennungsfonds für Missbrauchs-Opfer liegt auf dem Tisch.

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