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Trägerverein der Odenwaldschule hat neuen Vorstand

Von -pdh- • 29. Mai 2010 • Kategorie: Südhessen
neuer Vorstand des Trägervereins der Odenwaldschule v.l.nr. Rolf Bogus, Peter Griesmeier, Pressesprecher Altschüler Johannes von Dohnanyi, Vorsitzender Rechtsanwalt und Altschüler Michael Frenzel und Altschüler und Betroffener Adrian Körper

neuer Vorstand des Trägervereins der Odenwaldschule v.l.nr. Rolf Bogus, Peter Griesmeier, Pressesprecher Altschüler Johannes von Dohnanyi, Vorsitzender Rechtsanwalt und Altschüler Michael Frenzel und Altschüler und Betroffener Adrian Körper

Wahl aller unbelasteten Mitglieder ohne Turbulenzen – Fünf Vorstandsmitglieder und etwa 35 Mitglieder im Verein – Etwa 50 Mißbrauchsopfer

Heppenheim (pdh) Die zweitägige Mitgliederversammlung des Trägervereins der mit massiven Mißbrauchsvorwürfen konfrontierten Odenwaldschule in Ober-Hambach bei Heppenheim (OSO) ist mit Vorstands-Neuwahlen am Sonnabend zu Ende gegangen. Beginnend in den sechziger Jahren bis in die jüngste Zeit sollen Gewalt und sexueller Missbrauch in der Eliteschule vorgekommen sein. Die Rede ist von etwa 50 Mißbrauchsopfern in dieser Zeit.

Der Trägerverein hat sich an diesem Wochenende neu aufgestellt. Nach Auskunft des neuen Vorstands sollen alle belasteten Mitglieder den Verein verlassen haben. Sie hatten den Unmut der Altschüler und der Öffentlichkeit auf sich gezogen, nachdem sie an ihrer Mitgliedschaft festhalten wollten, obwohl sie schon in der fraglichen Zeit dem Trägerverein angehört hatten und dem Vernehmen nach eine bereits früher mögliche Aufklärung und Aufarbeitung des Skandals zumindest durch Untätigkeit behindert hatten.

Der Trägerverein nahm etwa 16 neue Mitglieder auf, die zusammen mit den verblieben Mitgliedern einen neuen Vorstand wählten. Diesem gehören als Vorsitzender der Hanauer Rechtsanwalt und Altschüler Michael Frenzel und als Pressesprecher der Journalist und Altschüler Johannes von Dohnanyi an. Weitere Mitglieder sind Rolf Bogus, Peter Griesmeier und der Altschüler und selbst Betroffener Adrian Körper.

Die weitere Aufklärung der Mißbrauchsaffäre soll nun eine externe Kommission unter der Führung der ehemaligen Bundesfamilienministerin Rita Süssmuth (CDU) übernehmen. Zudem soll es nach Mitteilung des neuen Vorstands einen Anerkennungsfonds für die Missbrauchsopfer geben, dessen Einzelheiten allerdings noch ausgearbeitet werden müssen.

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