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	<title>Regioblog &#187; Neu vorgestellt</title>
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	<description>Artikel und Meinungen aus Südhessen</description>
	<lastBuildDate>Thu, 29 Jul 2010 10:00:09 +0000</lastBuildDate>
	
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		<title>Kommunalcamp Mannheim? Ohne parteiübergreifende Dialoge #fail</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 07:56:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Löwenstein</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kommunale-Webauftritte]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA["Dieses Jahr bietet die DEMO erstmals parallel zum Kommunalkongress das neue Format KommunalCamp an. Die KommunalCamp-Teilnehmer bestimmen das Programm." So steht es in der Ankündigung der gestern und heute in Mannheim stattfindenden Konferenz. Ich schenkte mit den zweiten Tag heute. Hier das Warum…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<div class="picleft"><div id="attachment_4671" class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><img src="http://www.regioblog.de/wp-content/images/2010/06/kommunalcamp.png" alt="Logo des Kommunalcamp" title="kommunalcamp" width="400" height="194" class="size-full wp-image-4671" /><p class="wp-caption-text">Logo des Kommunalcamp</p></div></div>
<p>Ich hab mal kurz zusammengefasst, warum mich der Besuch des Kommunalkongress mit <a href="http://www.demo-online.de/kommunalcamp-2010" target="_blank" class="liexternal">angegliedertem Kommunalcamp in Mannheim</a>, organisiert vom Vorwärts Verlag der SPD,  enttäuschte:</p>
<div style="clear:left;"></div>
<p><strong>Partei geht vor eigene Meinung</strong><br />
Wenn eine Partei Angst davor hat, ihre Mitglieder unter dem eigenen Label &#8220;SPD&#8221; in den Social Medien kommunizieren zu lassen, dann stimmt etwas in der Partei nicht. In der SPD haben meinungsstarke Parteigänger in den Social Medien keine Karrierechance, solange die Altvorderen der SPD in ihrer Unkenntnis von Social Media kritische öffentliche Äußerungen im Internet verdammen. Beispiel Twitter: Dort wird schon das Followen anderer Parteigänger mit dem eigenen offiziellen SPD Twitternamen eines Ortsvereins als gefährlicher Grenzgang gewertet, weil Followen von den Altvorderen mit einer Solidariätsbekundung für den politischen Gegner verwechselt wird.</p>
<p><strong>Unerwünscht: Öffentliche Dialoge mit anderen Parteigängern</strong><br />
Dazu passt dann auch, wenn selbst die Jugendorganisation der Partei den Dialog mit anderen Parteigängern in deren Foren oder Gruppen ablehnt, weil dass überhaupt nichts brächte an neuen Wählern und auch keine effiziente Überzeugungsarbeit wäre.<br />
Mich erschreckt, wenn schon Funktionäre der SPD Jugendorgansisation Jusos keinen Sinn  darin erkennen können, im Internet themenorientierte Dialoge mit anderen Parteigängern zu führen. Die  genannten Gründe hinterlassen einen bitteren Geschmack: Jeder politische Dialog mit anderen Parteigängern kostet Zeit, die dann fehlt für die Bewältigung der parteiinternen Kommunikation in der eigenen Partei. </p>
<p><strong>Parteikarriere vor Dialog</strong><br />
Wer aber die parteiinterne Kommunikation nicht beherrscht, oder wem die Zeit dafür fehlt , der schadet dem Aufbau der eigenen Karriere. Das deutlich erkennbare erste Ziel ist das Erreichen von Macht und Einfluß in der eigenen Partei, und primär dafür nutzt die SPD Social Media. Dagegen stehen eigentlich naheliegende Dialoge über Themen, oder mit Parteigängern anderer Parteien in den Social Media hintenan. Obwohl es noch nie so einfach war wie heute, den Dialog mit anderen im Internet zu öffnen.</p>
<p><strong>Moderation des Kommunalcamps</strong><br />
Ich habe am ersten Tag nicht eine Session erlebt, in der die Moderation sich gut vorbereitet zeigte.</p>
<p><strong>Kommunalcamp 2011?</strong><br />
Für das nächste Kommunalcamp wünsche ich mir, dass die Verantwortlichen die Veranstaltung für andere Parteien stärker öffnen und mehr Sessions mit meinungsstarken, vor allem älteren Politikern auch anderer Parteien schon im Vorfeld organisieren. Und eine bessere Moderation mit klaren Vorstellungen über Erfolgskriterien und den Ablauf eines barcamps tut auch dringend Not. </p>
<p>Andernfalls sollte der Vorwärtsverlag den Namen der Veranstaltung ändern in <strong>Jusofunktionärscamp 2010</strong>. Dazu ein aktueller <a href="http://twitter.com/jusosbawue/status/16333896572" target="_blank" class="liexternal">Tweet der Jusos Baden-Württemberg</a>.</p>
<blockquote><p>
&#8220;Jusos aus BaWü immer noch in Mannschaftsstärke auf DEMO-Kommunalkongress. Spricht für Jusos und für Kongress. Gelungener 1. Tag #koca10&#8243;</p></blockquote>
<p>Das schafft Klarheit über Inhalte und Ziele: Man will sich selbstreferentiell über die eigenen politischen Karriereinhalte und die zu priorisierenden Inhalte für den Gewinn der nächsten Wahl austauschen.<br />
Damit habe ich kein Problem. Nur das Segeln unter falscher Flagge nervt…</p>
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</ul>

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		<title>Rimbach geht dem Autofahrer an den Kragen</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 15:21:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>-pdh-</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neu vorgestellt]]></category>
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		<category><![CDATA[Odenwald]]></category>
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		<description><![CDATA[Rimbach/Kreis Bergstraße (pdh)   Auch nüchterne Autofahrer glauben in Rimbach seit einigen Tagen, doppelt zu sehen. Grund sind zwei neue Radaranlagen, die wenige Meter voneinander entfernt auf derselben Straßenseite am Ortseingang aus Richtung Fürth stehen und die Gesamtzahl der Radarfallen auch acht erhöhen. Damit scheint Rimbach die Hessenmeisterschaft an Starenkasten-Dichte im Straßenverkehr sicher zu sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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		</div>
<div class="picleft"><div id="attachment_3788" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img src="http://www.regioblog.de/wp-content/images/2010/03/01-Rimbach-69071--300x235.jpg" alt="Ob er sich wirklich über Punkte freut? Neue Radarfalle am Ortsausgang Rimbach in Richtung Mörlenbach" title="Ob er sich wirklich über Punkte freut? Neue Radarfalle am Ortsausgang Rimbach in Richtung Mörlenbach" width="300" height="235" class="size-large wp-image-3788" /><p class="wp-caption-text">Ob er sich wirklich über Punkte freut? Neue Radarfalle am Ortsausgang Rimbach in Richtung Mörlenbach</p></div></div>
<p><strong>Acht Radarfallen auf einem Kilometer Wegstrecke</strong></p>
<p>Rimbach/Kreis Bergstraße (pdh)   Auch nüchterne Autofahrer glauben in Rimbach seit einigen Tagen, doppelt zu sehen. Grund sind zwei neue Radaranlagen, die wenige Meter voneinander entfernt auf derselben Straßenseite am Ortseingang aus Richtung Fürth stehen und die Gesamtzahl der Radarfallen auch acht erhöhen. Damit scheint Rimbach die Hessenmeisterschaft an Starenkasten-Dichte im Straßenverkehr sicher zu sein.</p>
<p>Rimbachs Bürgermeister Hans-Jürgen Pfeifer sieht die Angelegenheit naturgemäß anders. Zunächst unterscheidet er zwischen Geschwindigkeitskontrollen, denen vier Geräten an den Ortseingängen der Bundesstraße 38 dienen und den Geräten zur Überwachung der Fußgängerampeln an Kreuzungen. Bis zu 18.000 Kraftfahrzeuge durchqueren den Ort täglich auf der einzigen Durchfahrtsstraße und hätten in der Vergangenheit zu sehr vielen kaum noch beherrschbaren Verkehrssituationen, gerade an den Zebrastreifen, geführt. Seit Einrichtung der Blitzer an den Kreuzungsampeln seien diese Vorfälle auf ein Achtel der Zahl gesunken, teilte Pfeifer auf Anfrage mit.</p>
<p>Die Rimbacher Bürger, so Pfeifer, seien mit den Verkehrsberuhigungsmaßnahmen sehr zufrieden. Es werde langsamer als früher durch den Ort gefahren und käme auch kaum noch zu Überfahrungen der Ampeln bei rotem Licht. Die vielen Verkehrskontrollgeräte kosteten die Gemeinde noch nicht einmal Geld, denn die Gebühren für den Mietkauf würden durch die Strafzettel aufgebracht.</p>
<p>Wenn dann die Radarkontrollen in den Besitz der Gemeinde übergegangen seien, rechnet Pfeifer dennoch nicht mit einem nennenswerten Beitrag zu Gemeindehaushalt, denn, wie nicht anders zu erwarten, dienen die acht Geräte der Verkehrssicherheit und nicht dem Gemeindesäckel.<br />
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</ul>

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		<title>Odenwälder Bioenergiedorf in Not</title>
		<link>http://www.regioblog.de/index.php/archives/2010/02/23/odenwaelder-bioenergiedorf-in-not/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 15:40:10 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Neu vorgestellt]]></category>
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		<description><![CDATA[Es sollte ein Vorzeigeprojekt werden und wurde zum Dauerbrenner in der Negativ-Kritik: Das Bioenergiedorf in Rai-Breitenbach, einem Ortsteil der Odenwälder Gemeinde <del datetime="2010-02-24T15:24:21+00:00">Breubach</del> Breuberg (Wir korrigieren den Fehler im Ortsnamen, sorry). Als das Projekt im Jahr 2006 angeschoben wurde, war vorgesehen, einen Großteil aller Haushalte im Dorf mithilfe einer zentralen Hackschnitzel-Heizanlage über die Rohre eines Nahwärmenetzes mit Wärme zu versorgen. Eine Interessengemeinschaft wurde ins Leben gerufen. Im November 2007 begannen die Baumaßnahmen am Biomasseheizkraftwerk, im August 2008 ging das kleine Kraftwerk ans Gemeindenetz. Die Kosten wurden auf 3,2 Millionen Euro geschätzt. Etwa 150 Haushalte beteiligten sich als Anteilseigner an dem Konzept.  Mittlerweile geriet das Prestigeobjekt des Odenwaldkreises in eine gewaltige Schieflage.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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		</div>
<div class="picleft"><div id="attachment_3713" class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><img src="http://www.regioblog.de/wp-content/images/2010/02/20080630_hkw_02_11-400x267.jpg" alt="Heizkraftwerk" title="Heizkraftwerk" width="400" height="267" class="size-medium wp-image-3713" /><p class="wp-caption-text">Heizkraftwerk</p></div></div>
<p><strong>Immer Ärger mit dem neuen Bioenergiedorf<br />
Fast-Pleite, Rauswurf des Geschäftsführers und Kostenerhöhung – CDU wähnt Kreismittel in Gefahr</strong></p>
<p>Odenwaldkreis (pdh)   Es sollte ein Vorzeigeprojekt werden und wurde zum Dauerbrenner in der Negativ-Kritik: Das Bioenergiedorf in Rai-Breitenbach, einem Ortsteil der Odenwälder Gemeinde <del datetime="2010-02-24T15:24:21+00:00">Breubach</del> Breuberg (Wir korrigieren den Fehler im Ortsnamen, sorry). Als das Projekt im Jahr 2006 angeschoben wurde, war vorgesehen, einen Großteil aller Haushalte im Dorf mithilfe einer zentralen Hackschnitzel-Heizanlage über die Rohre eines Nahwärmenetzes mit Wärme zu versorgen. Eine Interessengemeinschaft wurde ins Leben gerufen. Im November 2007 begannen die Baumaßnahmen am Biomasseheizkraftwerk, im August 2008 ging das kleine Kraftwerk ans Gemeindenetz. Die Kosten wurden auf 3,2 Millionen Euro geschätzt. Etwa 150 Haushalte beteiligten sich als Anteilseigner an dem Konzept.</p>
<p> Mittlerweile geriet das Prestigeobjekt des Odenwaldkreises in eine gewaltige Schieflage. Zunächst brannte im Herbst 2009 das Heizkraftwerk und musste durch ein mobiles Heizöl-Kraftwerk ersetzt werden. Über die finanziellen Auswirkungen habe die Geschäftsleitung weder den Vorstand noch den Aufsichtsrat korrekt informiert, beanstandete ein Teil der Mitglieder, so dass es Anfang Februar zum Rücktritt des geschäftsführenden Vorstandsvorsitzenden kam. Die Schulden der Genossenschaft werden auf 160.000 Euro geschätzt, andere Quellen sprechen von 350.000 Euro Unterdeckung.</p>
<p>Anfang der Woche wurden in einer öffentlichen Mitgliederversammlung ein neuer Vorstand und ein anders zusammengesetzter Aufsichtsrat gewählt, die befristet bis 30. Juni 2010 im Amt bleiben sollen.</p>
<p>Am Dienstag meldete sich die CDU des Odenwaldkreises mit der Mitteilung zu Wort, dass sie zu dieser wichtigen Mitgliederversammlung der Genossenschaft entgegen den Gepflogenheiten nicht eingeladen gewesen sei. Ferner habe sie mit Erstaunen zur Kenntnis nehmen müssen, dass ein CDU-Antrag zum Thema nicht auf die Tagesordnung der nächsten Kreistagssitzung Anfang März 2010 gesetzt worden sei.</p>
<p>In diesem Antrag wird der Kreisausschuss aufgefordert, in der Sitzung einen Bericht über die Geschäftslage des mit 130.000 Euro aus Kreismitteln bezuschussten Pilotprojekts Bioenergiedorf Rai-Breitenbach zu geben. Die Unions-Fraktion kündigt an, nicht locker zu lassen und die Beantwortung ihres Fragenkatalogs erneut einfordern zu wollen.</p>
<p>Harald Buschmann, der CDU Fraktionsvorsitzende im Odenwälder Kreistag, sieht die gewünschte Reform in Gefahr, stelle sich ihm doch die Frage, ob die Aufklärung der Probleme, die durch die finanzielle Schieflage entstanden seien, mit der notwendigen Intensität betrieben werde und zeigte sich erstaunt über die überstürzte Neuwahl des Vorstands und eines Teils des Aufsichtsrats.</p>
<p>Kürzlich sei, so Harald Buschmann, als hauptamtlicher Geschäftsführer der Genossenschaft ein Mitarbeiter der Kreisverwaltung eingesetzt worden. In diesem Zusammenhang fordert Buschmann die Kreisverwaltung auf, Auskunft darüber zu geben, ob für den Odenwaldkreis Kosten entstehen würden und ob eine entsprechende Legimitation durch Beschlussfassung vorhanden sei.<br />
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		<item>
		<title>Nahverkehr im Raum Darmstadt: Millionen Euro von Studenten und doch überfüllt und verspätet</title>
		<link>http://www.regioblog.de/index.php/archives/2009/12/10/nahverkehr-im-raum-darmstadt-millionen-euro-von-studenten-und-doch-ueberfuellt-und-verspaetet/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 12:06:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator><a href="http://www.andreasgriess.de" rel="nofollow">Andreas G.</a></dc:creator>
				<category><![CDATA[Neu vorgestellt]]></category>
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		<category><![CDATA[Unser Südhessen]]></category>

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		<description><![CDATA[Als in Deutschland flächendeckend die Überdosis an preußischer Pünktlichkeit verteilt wurde, waren die Damen und Herren des hiesigen Nahverkehr-Unternehmens wohl grade im Urlaub. Anders ist es nämlich kaum zu erklären, dass ich mich wiederholt über verspätete Busse und dadurch verpasste Verbindungen aufregen musste. Und dass, obwohl meine Studienkollegen und ich pro Semester fast eine Million Euro an den RMV zahlen. Aber der Reihe nach…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<div class="picleft"><div class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><a href="http://www.flickr.com/photos/wuerml/" target="_blank"><img alt="Bushaltestelle Dieburg Süd (cc) von wuerml" src="http://farm4.static.flickr.com/3345/3501572745_b4d5219d8d_d.jpg" title="Bushaltestelle Dieburg Süd (cc) von wuerml" width="400" /></a><p class="wp-caption-text">Bushaltestelle Dieburg Süd (cc) von wuerml</p></div></div>
<p>Als in Deutschland flächendeckend die Überdosis an preußischer Pünktlichkeit verteilt wurde, waren die Damen und Herren des hiesigen Nahverkehr-Unternehmens wohl grade im Urlaub. Anders ist es nämlich kaum zu erklären, dass ich mich wiederholt über verspätete Busse und dadurch verpasste Verbindungen aufregen musste. Und dass, obwohl meine Studienkollegen und ich pro Semester fast eine Million Euro an den RMV zahlen. Aber der Reihe nach…</p>
<p>Ich bin kein großer Fan von öffentlichem Nahverkehr, weil ich ihn aus meiner Heimat nicht gewohnt bin und ich es nicht mag, von festen Fahrzeiten abhängig zu sein. Seit ich in Dieburg studiere und in Pfungstadt wohne, stehen dem jedoch zwei Punkte gegenüber: Zum einen der Kostenfaktor, schließlich bezahle ich gezwungener Maßen mit meinem Semesterticket eine RMV-Flatrate, während meine Benzinkosten vom Verbrauch abhängen. Der zweite Punkt ist der Umweltschutz. Ich kann nicht nur klagen, aber selbst nichts tun. Das eigene Auto stehen zu lassen, ist da durchaus ein Anfang.</p>
<p>Soweit die Theorie. Die Praxis sieht jedoch anders aus und zwar wie folgt: Ich kann mich auf den Nahverkehr im Raum Darmstadt nicht verlassen. Verspätete, häufig zudem überfüllte Busse lassen mich wiederholt meine Anschlüsse verpassen. Dies ist besonders dann ärgerlich, wenn es sich um den Zug Richtung Frankfurt (fährt nur stündlich ab DA-Eberstadt) oder den Bus nach Dieburg (ebenfalls meist nur stündlich, in diesem Fall ab Luisenplatz) handelt. Grade jetzt im Winter sind die äußeren Umstände selten einladend, eine Stunde irgendwo zu warten. Und man wartet ja nicht nur, man verpasst auch Termine.</p>
<p>Vor einiger Zeit hatte sich die Wut soweit angestaut, dass ich RMV und DADINA eine Beschwerde-E-Mail sendete. Damals musste ich für einen wichtigen Unitermin nach Frankfurt. Mein Bus kam zu spät, ich verpasste dadurch die Bahn und musste mit dem Auto fahren. Ich musste Geld für Sprit und Parken bezahlen, war Hektik ausgesetzt und kam trotz allem zu spät. In meiner E-Mail schrieb ich auch noch von etwas anderem, was mich auf die Palme bringt: Denn während viele Fahrer die Pünktlichkeit nicht so stark verinnerlichten, fraßen sie den Kapitalismus scheinbar mit der Suppenkelle. Nur so kann ich es mir erklären, dass regelmäßig in aller Seelenruhe Tickets verkauft werden, statt eine Verspätung aufzuholen. Eigentlich sollten die Fahrer keine Zeit haben, abzukassieren. Aber es scheint wohl wichtiger zu sein, dass alle bezahlen (sogar für eine Leistung – Pünktlichkeit – die sie nicht bekommen), als dass sie eilig ans Ziel gebracht werden. Selbst eine Kompromisslösung – mehr Ticketautomaten – sind mir bisher nicht geläufig.</p>
<p>Wie nicht anders zu erwarten, musste ich auf eine Antwort auf meine E-Mail warten. Als ich das Thema fast vergessen hatte, schrieb der RMV, allein DADINA sei zuständig. Ich solle doch auf deren Antwort warten. Die kam erst mehrere Wochen nach meiner Initiative. Die Antwort enttäuschte mich daher umso mehr: Man bedauere alles, und es sei korrekt, dass die Linie P derzeit nur etwa 70 Prozent Pünktlichkeit habe- angestrebt seien 90 Prozent. Aber es gäbe derzeit so viele Baustellen. Zu der „Abkassier-statt-fahr-Sache“ gab es keine Stellungnahme. Auf die Idee, Fahrpläne anzupassen ist die DADINA scheinbar nicht gekommen. Ebenso wenig auf die Idee zumindest zu versuchen, mich milde zu stimmen (zum Vergleich: Bei einer eher scherzhaften Beschwerde, weil im Kaffee-Automaten auf dem Campus die Milch fehlte, bekam ich fünf Euro).</p>
<p>Vielleicht bin ich als Student aber nur der Bonuskunde, denn bezahlen muss ich sowieso. 84,80 Euro gehen aktuell pro Halbjahr aus dem Semesterbeitrag an den RMV. Das klingt nach nicht so viel. Aber bei circa 11.000 Studenten allein an der Hochschule Darmstadt durchaus eine beachtliche Menge Geld. Hinzu kommen noch Gelder durch Studenten der efh und TU Darmstadt. Um es noch einmal deutlich zu machen: Allein durch Studenten der Hochschule Darmstadt erhält der RMV halbjährlich fast eine Million Euro! Dabei fahren die meisten Busse und Bahnen sowieso, auch in den Semesterferien.<br />
Was ich und viele andere Studenten als Gegenleistung bekommen enttäuscht grade in Anbetracht dieser Zahlen enorm: Verspätungen und das andere Extrem – Busse die einfach mal zu früh fahren – haben sicherlich fast jeden schon mal zur Weißglut gebracht. Besonders die „Studentenlinien“ (z.B. der Bus H oder die Busse zum Campus Dieburg) sind regelmäßig überfüllt. Nach und von Dieburg kommt man ohnehin nur suboptimal.</p>
<p>Ärger ist also vorprogrammiert. „Und dann kann man nicht einmal aus Protest schwarz fahren!“, wie eine Studienkollegin neulich meinte.</p>
<p>Dieser Artikel richtet sich selbstverständlich nicht gegen die Angestellten der Verkehrsunternehmen persönlich. Mit vielen habe ich bereits sehr positive Erfahrungen gemacht, wenn auch selbstverständlich nicht mit allen. </p>
<p>Berichte zu eigenen Erfahrungen in den Kommentaren gerne gesehen.<br />
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		<title>Lustige Zahlenspiele à la CDU Münster</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 09:39:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><a href="http://www.spd-muenster-altheim.de" rel="nofollow">Meike Mittmeyer</a></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Spielplatz in Münster soll dran glauben, weil die Gemeinde Geld braucht. Rechtfertigen will die Regierung ihren radikalen Plan jetzt mit einer fragwürdigen Zählung, die nach allem riecht, aber nicht nach Demokratie und Transparenz.]]></description>
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<p> Ein Spielplatz in Münster soll dran glauben, weil die Gemeinde Geld braucht. Rechtfertigen will die Regierung ihren radikalen Plan jetzt mit einer fragwürdigen Zählung, die nach allem riecht, aber nicht nach Demokratie und Transparenz.</p>
<p>Auf dem besagten Spielplatz seien von einem Mitglied des Gemeindevorstandes (natürlich einem CDU-Mitglied) zwischen April und August 2007 täglich Zählungen durchgeführt worden, um zu ermitteln, wie viele Kinder den Ort überhaupt zum Spielen nutzen. Das erfuhr unsere SPD-Fraktion nach einer Anfrage und eigentlich auch erst, als Hopfen und Malz schon längst verloren waren – die absolute CDU-Mehrheit hatte den Garaus für den Spielplatz im Parlament schon vor einiger Zeit durchgewinkt, gegen den Willen von SPD, Alternativer Liste und einer Bürgerinitiative.</p>
<p>Diese angebliche Zählung, so erfuhren wir weiter, habe ergeben, dass so wenige Kinder auf dem Spielplatz unterwegs seien, dass ein Abriss ja keinen großen Verlust darstellen würde. Zu welchen Uhrzeiten diese ominösen Zählungen aber durchgeführt wurden, konnte man uns nicht sagen – und auch nicht, ob sie denn auch tatsächlich so regelmäßig erfolgten wie behauptet wird.<br />
Das bedeutet im Klartext: Die Münsterer Regierung reißt einen Spielplatz gegen eine breite, aber eben  zu schwache Opposition ein und rechtfertigt ihren Alleingang mit einer ebenfalls im Alleingang durchgeführten und somit ganz bestimmt nicht repräsentativen Untersuchung.</p>
<p>Ich weiß nicht, ob ich darüber lachen oder weinen soll – lachen deshalb, weil diese Methode, sich selbst zu kontrollieren und zu bestätigen, wirklich wie ein schlechter Witz klingt. Weinen deshalb, weil das mal wieder ein Armutszeugnis für Transparenz und Mitspracherecht in der Kommunalpolitik ist.</p>
<p>Das ist ein weiterer Beleg dafür, dass es der Demokratie schadet, wenn „die Mächtigen“ zu lange und zu bequem in ihrem eigenen Saft braten können, wie es ihnen passt.</p>
<p>Öffentlichkeit zu schaffen ist der einzige, verzweifelte Versuch, der mir einfällt, um diese Frage in den Raum zu stellen: Wer kontrolliert eigentlich den Kontrolleur?!<br />
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		<title>Leute, ich will nicht shoppen!</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 15:55:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><a href="http://www.andreasgriess.de" rel="nofollow">Andreas G.</a></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Langsam aber sicher fangen die Shoppingzentren in der Region Rhein-Main an, mir auf den Zeiger zu gehen. Seit einigen Wochen gibt es nun das Loop 5 in Weiterstadt. Die Plakate zur Eröffnung hängen noch immer an vielen Stellen. Im Radio ist es jedoch etwas leiser geworden.]]></description>
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<div class="picleft"><div class="wp-caption alignleft" style="width: 410px"><a href="http://www.flickr.com/photos/commanderx/" target="_blank"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2622/4080775224_7e63a28eda_d.jpg" alt="Loop5 (cc) @bobbes" width="400" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Loop5&quot; (cc) @bobbes</p></div></div>
<p>Langsam aber sicher fangen die Shoppingzentren in der Region Rhein-Main an, mir auf den Zeiger zu gehen. Seit einigen Wochen gibt es nun das Loop 5 in Weiterstadt. Die Plakate zur Eröffnung hängen noch immer an vielen Stellen. Im Radio ist es jedoch etwas leiser geworden.</p>
<p>Das scheint die Konkurrenz nutzen zu wollen, um ihrerseits zur Werbeattacke zu blasen. „Soll es größer, schöner, besser sein?“ werde ich mehrmals am Tag aggressiv singend gefragt. „Nein!“ möchte ich jedes Mal entgegnen, erhört werde ich jedoch nicht. Der Werbespot gehört zum NordWestZentrum Frankfurt, angeblich auch dort 150 Geschäfte. Schön für sie. Ich brauche nichts.</p>
<p>Auch MyZeil will mich mit Radiowerbung anlocken. Geht’s noch? Wo soll eigentlich das ganze Geld herkommen, was wir vershoppen sollen? In den vergangenen Jahren hieß es immer wieder, die Bürger hätten weniger Geld, doch überall sprießen Shopping-Zentren aus dem Boden. Das ist doch krank!</p>
<p>So sehen es sicherlich auch die Geschäftsleute innerhalb der Städte. Die Folgen der neuen Shopping-Kultur konnte ich in meiner alten Heimat am Niederrhein bereits erkennen. Auch dort wohnte ich in einem kleinen Dorf. Kleidung oder Schuhe kaufen konnte man dort jedoch schon seit einigen Jahren nicht mehr, alles wanderte in die konzentrierten Shopping-Areale aus.</p>
<p>Vermutlich gefällt die Entwicklung auch dem Einzelhandel und den Cafés in beispielsweise Darmstadt nicht. So ist es wohl nicht verwunderlich, wenn ich, Shopping-Werbung schon vollkommen überdrüssig, auch noch mit Werbung für den verkaufsoffenen Sonntag in Darmstadt zugetrallert werde.</p>
<p>Der Bürger, seit Jahren treffender als Konsument zu bezeichnen, scheint aber dem Kaufrausch wie wild ergeben zu sein. Zumindest tauchte das Loop 5 diesen Samstag erneut im Radio auf. Nicht aber im Werbeblock, sondern im Verkehrsbericht. Einmal mehr wurde die Autobahnabfahrt Weiterstadt wegen Überfüllung geschlossen. Echo-Online titelt derweil „<a href="http://www.echo-online.de/suedhessen/darmstadt-dieburg/weiterstadt/art1302,109041" target="_blank" class="liexternal">Gute Zwischenbilanz für Verkehrssituation rund um den Einkaufsriesen</a>“, schließlich laufe es ja fünf Tage die Woche rund. Ein Fazit, dass sich mir genauso wenig erschließt, wie der Shopping-Wahn selbst…<br />
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		<title>LIMIT – der neue Roman von Frank Schätzing ist da Teil 2</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 22:14:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><a href="http://www.schatz-kiste.info/" rel="nofollow">Ingrid</a></dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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		<category><![CDATA[Frank Schätzing]]></category>
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		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>

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		<description><![CDATA[Inzwischen bin ich ein gutes Stück weitergekommen. Ich kann nicht mehr sagen, wann genau – aber irgendwo zwischen Seite 280 und Seite 350 habe ich ihn gefunden, den Frank Schätzing, den ich während der ersten 200 Seiten vermisst habe. ]]></description>
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<div class="picleft"><div class="wp-caption alignleft" style="width: 416px"><a href="http://www.flickr.com/photos/balakov/" target="_blank"><img alt="Moon Landing (cc) Balakov" src="http://farm4.static.flickr.com/3194/2482050441_2eca186381_d.jpg" title="Moon Landing (cc) Balakov" width="406" height="500" /></a><p class="wp-caption-text">Moon Landing (cc) Balakov</p></div></div>
<p> In zwischen bin ich ein gutes Stück weitergekommen. Ich kann nicht mehr sagen, wann genau – aber irgendwo zwischen Seite 280 und Seite 350 habe ich ihn gefunden, den Frank Schätzing, den ich während der ersten 200 Seiten vermisst habe. Der Frank Schätzing, der mich schon mit „Der Schwarm“, „Tod und Teufel“ und „Mordshunger“ vollkommen in seinen Bann gezogen hat. Der einen packt und nicht mehr loslässt. Der einen dazu bringt, sich mit scheinbar trockenen wissenschaftlichen Details auseinander zu setzen, mehr noch, sie faszinierend zu finden und der einen geradezu dazu <em>zwingt</em> bis morgens um Vier weiter zu lesen, obwohl man doch eigentlich schon um Elf in`s Bett wollte.</p>
<p>Aber zurück zur Story: Unsere illustre Reisegesellschaft kommt auf dem Mond an. Gereist ist man von der OSS mit der Raumfähre Charon, Cliquen haben sich gebildet, Sympathien und Antipathien sind entstanden, begünstigt durch die Enge und das Gefühl, eingesperrt zu sein. Der psychische Druck auf Lynn steigt unmerklich.</p>
<p>Mit dem Lunar-Express trifft die Gruppe im Mondhotel GAIA ein, einem wirklich außergewöhnlichen Hotel, außergewöhnlich sogar dafür, dass es auf dem Mond, am Rande eines lunaren Grand Canyon steht. Aber mehr will ich an dieser Stelle dazu nicht verraten…..  Schätzing`s Schilderungen der verwendeten Materialien, der Schwierigkeiten beim Bau und die der technischen „Spielereien“ klingen absolut glaubwürdig und langweilen kein bisschen. Gemeinsam mit unseren Reisenden genießen wir den Komfort eines erstklassigen Hotels, sitzen an der Bar, spielen Golf, essen in einem der Restaurants. Doch einer aus der Gruppe ist nicht der, der er zu sein vorgibt. Schon in der ersten Nacht macht er sich  mit dem Lunar-Express auf den Weg, um ein ominöses Paket auf der Mondoberfläche zu bergen. Wer und was ist er? Ein Agent? Für wen arbeitet er? Frank Schätzing lässt uns im Unklaren darüber, welche Rolle dieser Mann spielt. Die Spannung steigt, als er bei seiner Rückkehr in`s Hotel überrascht wird.</p>
<p>Zwischenzeitlich entführt uns Schätzing in einen dritten Handlungsstrang. Loreena Keowa, Reporterin des Umwelt-Senders Greenwatch, ist entschlossen das missglückte Attentat auf Gerald Palstein aufzuklären. Gerald Palstein ist der strategische Leiter des Ölkonzerns EMCO. Die Ölindustrie aber ist tot, wird zum größten Teil abgelöst durch die Gewinnung von Helium-3 – auf dem Mond. Nur knapp ist er einem Mordanschlag entgangen und zwar kurz bevor er an der Stelle von Carl Hanna mit unserer Gruppe zum Mond reisen sollte.</p>
<p>Und dann finden wir uns in Shanghai wieder- bei Cyberdetektiv Owen Jerico, den wir ja bereits im 1. Teil kennen gelernt haben. Er ist auf der Suche nach der Dissidentin Yoyo. Fest steht, sie ist in Lebensgefahr. Aber durch wen? Und warum? Und für wen arbeitet der Killer Xin, ein Meister in der Kunst der Tarnung? Für die Polizei, die als Handlanger der Regierung üblicherweise Jagd auf Dissidenten macht, offenbar nicht. Was weiß Yoyo? Was ist so gefährlich, dass sie mitten in der Nacht überstürzt ihre Wohngemeinschaft verlässt? Xin heftet sich an ihre Fersen. Einer von Yoyos Mitbewohnern, Grand Cherokee Wang, ist bereit ihm Informationen über ihren Aufenthaltsort zu geben. Informationen, die er gar nicht besitzt. Das kostet ihn das Leben. In einer spektakulären Szene wird er von Xin mit dem Silver Dragon gejagt, einer Achterbahn, die das World Financial Center im 97. Stock umkreist. Er stürzt 500 Meter in die Tiefe.</p>
<p>Owen Jericho war in der Zwischenzeit nicht untätig und hat Yoyos Spur aufgenommen. Er vermutet sie in Quyu, der vergessenen Welt. Einer Welt innerhalb der Stadt Shanghai. Dort gelten andere Gesetze, ein idealer Ort um Unterzutauchen. Und genau da findet Jericho sie, in ihrem provisorischen Unterschlupf in einem stillgelegten Stahlwerk. Aber – Xin ist Ihnen dicht auf den Fersen und es kommt zu einer gnadenlosen Jagd. Nur mit knapper Not entkommen Yoyo und Jericho dem Killer.</p>
<p><strong>Fazit bis Seite 550</strong>:<br />
Ein Zug auf dem Mond? Raumanzüge nach Maß, in denen man nicht aussieht wie das berühmte Michelin-Männchen sondern voll beweglich ist? Avatare, die uns vertreten, wenn unsere persönliche Anwesenheit nicht zwingend erforderlich ist? Eine Achterbahn die das Dach eines 97 Stockwerke hohen Wolkenkratzers umkreist? So unglaublich das alles auf den ersten Blick klingt: wenn man „Limit“ liest, fühlt man sich hinein versetzt in eine Welt, die fiktiv und doch nicht mehr allzu weit entfernt von der unseren ist. Was ist möglich, was ist Fiktion? Viele der genannten Techniken sind in Grundzügen schon entworfen oder in Planung. Und falls nicht &#8211; in unserer Vorstellung ist alles möglich! Ich kann kaum erwarten zu erfahren, wie es weitergeht &#8211; aber bis zur &#8220;Auflösung&#8221; habe ich zum Glück noch fast 800 Seiten lang Zeit.<br />
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		<title>LIMIT – der neue Roman von Frank Schätzing, Versuch eines Review Teil 1</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 11:56:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><a href="http://www.schatz-kiste.info/" rel="nofollow">Ingrid</a></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vielleicht ging es Ihnen in den letzten Tagen auch so wie mir. Ich stand im Buchgeschäft meiner Wahl und vor der Entscheidung: der neue Schätzing oder der neue Dan Brown?
Nun - Frank Schätzing hat das Rennen gemacht! Versuch eines Review deswegen, weil das Buch über 1300 Seiten stark ist und seine Leser in unterschiedlichen Handlungssträngen in eine aufregende, aber manchmal auch verwirrende  Reise einmal um die Welt und darüber hinaus entführt.
Frank Schätzing lädt uns mit seinem neuen Roman ein in`s Jahr 2025, in eine - gar nicht mehr allzu ferne - Zukunft.
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<p>Vielleicht ging es Ihnen in den letzten Tagen auch so wie mir. Ich stand im Buchgeschäft meiner Wahl <em>und </em>vor der Entscheidung: der neue Schätzing oder der neue Dan Brown?</p>
<p>Nun &#8211; Frank Schätzing hat das Rennen gemacht! <em>Versuch</em> eines Review deswegen, weil das Buch über 1300 Seiten stark ist und seine Leser in unterschiedlichen Handlungssträngen in eine aufregende, aber manchmal auch verwirrende  Reise einmal um die Welt und darüber hinaus entführt. Frank Schätzing lädt uns mit seinem neuen Roman ein in`s Jahr 2025, in eine &#8211; gar nicht mehr allzu ferne &#8211; Zukunft.</p>
<p>Die Story beginnt im Jahr 2024 mit einem tragischen Unfall. Bei einem Außeneinsatz auf der Raumstation OSS wird ein Shuttlepilot in den Weltraum katapultiert und stirbt. Danach erwartet uns ein Zeitsprung ins Jahr 2025. Eine Insel im Pazifik dient als Bodenstation für einen Fahrstuhl in den Weltraum – bis hin zu eben dieser Raumstation OSS. Eine illustre Gesellschaft superreicher Exzentriker aus aller Welt trifft sich hier, eingeladen von Julian Orley, dem Erbauer der Station und Inhaber von Orley Enterprises. Die Vorstellung der einzelnen Charaktere zieht sich über viele Seiten, sicher wichtig, aber zuweilen etwas langatmig. Leider, denn hier verliert der Roman an Spannung.</p>
<p>Wir lernen unter Anderem den etwas undurchsichtigen Carl Hanna aus Kanada kennen, dann den Schauspieler Finn O`Keefe, der in seiner Rolle als „Perry Rhodan“ Berühmtheit erlangt hat, Evelyn Chambers, die amerikanische Talklady Nummer eins, Rebecca Hsu, CEO ihres eigenen taiwanesischen Luxuskonzerns sowie einen russischer Stahlbaron samt Gattin. Dann sind da noch Lynn Orley, Julians Orleys Tochter, Architektin des Mondhotel`s Gaia und psychisch labil, ihr Bruder Tim und seine Frau Amber. Sie alle bereiten sich auf eine Reise in die OSS und von da aus weiter zum Mond vor.</p>
<p>Im nächsten Kapitel geht die Reise weiter, diesmal nach Shenzhen in Südchina. Hier begegnen wir Owen Jericho, einen Cyber-Detektiv und Spezialisten für Netzkriminalität aller Art. Er ist auf der Jagd nach dem Kopf eines Pädophilenrings und begibt sich dabei in große Gefahr. Denn anders als es die Bezeichnung Cyber-Detektiv vermuten lässt, bewegt sich Owen Jericho nicht ausschließlich im Web, sondern er sucht persönlich das „Paradies der Kleinen Kaiser“ auf, um den Drahtzieher, Ma Liping dingfest zu machen. Als ihm das gelungen ist, bittet ihn ein chinesischer Freund und Geschäftsmann, Yoyo Chen, eine untergetauchte Dissidentin,  zu suchen.</p>
<p>Auf der Isla de Las Estrellas sind wir inzwischen am dritten und letzten Abend der Reisegruppe eingetroffen. Am nächsten Tag soll die Reise weitergehen zur Raumstation OSS. Erste Spannungen unter den Reiseteilnehmern machen sich bemerkbar.</p>
<p><strong>Fazit der ersten knapp 200 Seiten:</strong> Frank Schätzing macht es seinen Lesern diesmal nicht ganz leicht. Wie immer, ist auch dieser Roman hervorragend recherchiert, allein die &#8220;Dankesliste&#8221; am Ende des Buches liest sich wie das &#8220;Who is Who&#8221; aus Wissenschaft und Technik: Thomas Reiter, ISS- und Mir-Astronaut, Dr. Reinhold Ewald, Mir-Astronaut und Physiker, Ranga Yogeshwar, Physiker und Wissenschaftsmoderator, und, und, und&#8230;  Das Thema Erschließung neuer Energiequellen, um das es letztendlich geht (was ich aber bisher mehr oder weniger nur dem Klappentext entnommen habe) ist brandheiss und in Kombination mit der Fiktion der Reise ins All schreit es geradezu nach einer tollen Story. Wenn da nur nicht die zuweilen langatmigen Dialoge wären!</p>
<p>Der bisher für mich aufregendste Handlungsstrang war der um den Detektiv Owen Jericho-  aber was der nun wieder mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat, ist noch völlig unklar.</p>
<p><strong>So bin ich ein bisschen im Zwiespalt:</strong> es hat mich noch nicht richtig gepackt aber dennoch will ich wissen wie es weiter geht und wo alles endet. Also bleibe ich dran. In ein paar hundert Seiten melde ich mich wieder!<br />
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