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	<title>Regioblog &#187; Frankfurt</title>
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	<description>Artikel und Meinungen aus Südhessen</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 17:40:09 +0000</lastBuildDate>
	
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		<title>Barcamp Kirche 2.0 &#8211; die Speerspitze der kirchlichen Netzwerkaktivisten in Frankfurt</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 10:37:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Löwenstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Südhessen]]></category>
		<category><![CDATA[Barcamp Kirche 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Medien]]></category>
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		<description><![CDATA["Kirche 2.0" - Mit diesem Titel erlebte Frankfurt das erste Barcamp der Evangelischen Kirche. Als "die Speerspitze der christlichen Netzaktivisten" charakterisierten die Organisatoren die Teilnehmer, die "ihre Zukunft von Kirche und Glaubenskommunikation im Web 2.0 und darüber hinaus" zwei Tage lang diskutierten. Ich war dabei. Als nicht getaufter Atheist. Und es wurde richtig nett…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<div class="picleft"><div id="attachment_4292" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img src="http://www.regioblog.de/wp-content/images/2010/05/barcamp-kirche-300x82.png" alt="barcamp kirche 2.0" title="barcamp kirche 2.0" width="300" height="82" class="size-large wp-image-4292" /><p class="wp-caption-text">barcamp kirche 2.0</p></div></div>
<p>In Frankfurt organisierte Tom Noeding das erste <a href="http://kirche20.mixxt.de/" target="_blank" class="liexternal">Barcamp der Evangelischen Kirche</a>. Was ein Barcamp ist, kann <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Barcamp" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia">hier</a> nachgelesen werden.</p>
<p>Ich traf am frühen Samstagmittag rechtzeitig zur ersten Session ein, gespannt wie die Evangelische Kirche im ersten deutschen Barcamp &#8220;ihre Zukunft von Kirche und Glaubenskommunikation im Web 2.0 und darüber hinaus&#8221; anpackt. So war die Selbsteinschätzung in einem Tweet bei <a href="http://twitter.com/kirche20bc" target="_blank" class="liexternal">Twitter</a> zu lesen.</p>
<p>Wie die Evangelische Kirche ihre eigenen Angebote in den Medien z.B. mit innovativen Radioformaten neu verpackt erlebte ich vor ein paar Jahren beim <a href="http://blog.radio-wein-welle.de/" target="_blank" class="liexternal">Radio Weinwelle</a>, dem Winzerfestradio des Dekanats Groß-Umstadt in Südhessen für eine Woche im September. Aus nächster Nähe am Mikrofon und bei den wochenlang vorher gestarteten Überlegungen zur Sendekonzeption.</p>
<p>Und nun ein Barcamp der Evangelischen Kirche zum Thema Internet <a href="http://wir-in-bornheim.de/cms/front_content.php" target="_blank" class="liexternal">im Herzen Bornheims</a>, dass mit seiner kleinstädtischen Idylle die angereisten gut 50 Gäste verblüffte. Die Stimmung war gut, die Organisation super, dass Essen von gewohnter kirchlich-solider Qualität (Kaffee, Nachtisch und Kuchen sind bei kirchlichen Events regelmäßig die Highlights, so auch hier). Ich hörte nicht ein Wort der Kritik über das Orgateam, von den bei Barcamps normalen Wünschen nach strafferem Zeitmanagement,  mehr Steckdosen und einem besseren WLAN mal abgesehen.</p>
<p>In den von mir besuchten Sessions wurde ergebnisoffen, mit Leidenschaft, wachem Verstand und einer unglaublichen Toleranz für andere Meinungen diskutiert. Von verhärtetem Lagerdenken keine Spur. Doch wenn sich in diesem Barcamp nach eigener Einschätzung der Organisatoren wirklich erstmals &#8220;<a href="http://twitter.com/kirche20bc" target="_blank" class="liexternal">die Speerspitze der christlichen Netzaktivisten</a>&#8221; versammelte, dann lag in dieser Stärke auch ihre größte Schwäche: Mir fehlten meinungsstarke, unabhängige und externe Perspektiven auf die Netzwerkaktivitäten der Evangelischen Kirche. Vermisst habe ich auch die sonst z.B. bei Twitter gut wahrnehmbaren meinungsstarken Persönlichkeiten aus dem eigenen Haus, die zum Politcamp und der re:publica vor wenigen Wochen in Berlin noch unüberhörbar ihre kritischen Positionen z.B. zum Thema Feminismus, Nerds und Internet äußerten und nun beim Barcamp des eigenen Arbeitgebers fehlten. Übrigens genau wie die Vertreter großer kirchlicher Einrichtungen aus dem Frankfurter Raum, wo der Evangelische Regionalverband z.B. das größte Frauenzentrum Hessens aufgebaut hat. </p>
<p>Die Themen der Sessions waren reizvoll aufgespannt: Öffentlichkeitsarbeit im Netz, Fundraising und Sponsoring, Einrichtung eines Content-Management-Systems zum Betrieb einer kirchlichen Website, Erfahrungsberichte zum Nutzen von Twitter, Facebook und eigenen dialogorientierten Webseiten.</p>
<p>Für mich war bei einigen Teilnehmern ein eigentümlicher Vorbehalt in den Sessions zu spüren, kritisch nachfragende und die eigenen Aktivitäten auch hinterfragende Perspektiven anzunehmen. Am späten gestrigen Nachmittag bei der letzten Session des ersten Tages passierte mir dann dies: Vor meinem inneren Auge sah ich das Bild eines Pastors vor dem Kirchenaltar, der während seiner Sonntagspredigt plötzlich eine erhobene Hand aus der ersten Bank im Kirchenraum bemerkt, in seiner Rede stockt und in der dann einsetzenden tiefen Stille ungläubig feststellen muss, dass sich der Mensch mit der erhobenen Hand erhebt, zu all den Gesichtern in seinem Rücken umdreht und sich, -nunmehr ihm, dem Pastor den Rücken zukehrend-, an die Gemeinde wendet: &#8220;Ich hab da mal ne Frage, wegen den Missbrauchsfällen mit dem katholischen Pfarrer da im Nachbarort. Einige von uns haben ja ihre Kinder bei seiner Jugendfreizeit angemeldet, und jetzt frag ich mich wie das weitergehen soll, weil der im Amt bleiben soll… &#8221; Und die Gemeinde hört zu und antwortet dem Fragesteller. Der Pastor ist abgemeldet, steht plötzlich ausserhalb des Dialogs seiner eigenen Gemeinde zu kirchlichen Fragen. Ein so unvorstellbarer Vorgang für eine Kirchenandacht im Real Life, sicher.<br />
Und doch zeigt mir dieses Bild auch die derzeitige Realität, wie sie ganz woanders, abseits der Kirchen im Internet erlebbar ist. Und die Pastoren und Pfarrer verpassen diesen Dialog mit ihrer eigenen Gemeinde- und verspielen damit auch die über Jahrhunderte erworbene Themenkompetenz als Ansprechpartner für breit diskutierte Fragen an die eigene Kirche. </p>
<p>In den Kaffeegesprächen konnte dieser eigentümliche Vorbehalt dann klarer formuliert werden.<br />
Für den religiösen Dialog im Internet gilt  für Pfarrer und Pastoren etwas Ungewohntes: Die dialogorientierten Social Media Plattformen bieten keine der gewohnten, überhöhenden Kanzelrollen für die Darstellung religiöser Inhalte oder Stellungnahmen an. Denn im Internet ist der Dialog auf gleicher Augenhöhe.  Keine der beiden großen christlichen Kirchen kennt in ihren eigenen Strukturen die Vermittlung von kirchlichen Glaubensinhalten mit gleichwertiger Stellung des Vermittlers und des Gemeindemitglieds. Der Vermittler (Pastor, Pfarrer, Bischof ) der Kirche lebt sein Amt überhöht. Kirchen setzen für den religiösen Dialog ausschließlich auf ihre fein abgestuften, autoritären Strukturen: Je höher das Kirchenamt, als desto wertvoller und bedeutender werden die religiösen Botschaften und Zeremonien der jeweiligen Amtsinhaber gewertet und für die Gemeinde inszeniert. </p>
<p>Wundert es da, dass sich vor allem die unter 25-jährigen, bei denen das Internet mittlerweile zum Rückgrat ihrer kulturellen Identität und Kommunikation wurde, von den Angeboten der Kirchen zunehmend weniger berührt zeigen?  Wenn im Internet der Dialog unter Gleichen täglich gelebt wird, am ehesten zu vergleichen mit einem Telefonat, dann findet sich dafür bei den beiden großen Kirchen keine adäquate Lösung für die Vermittlung religiöser Inhalte an ihre Gemeinde im Netz.</p>
<p>Eine auf den ersten Blick naheliegende Lösung war in einer Session zur Sprache gekommen: Warum kennt die Evangelische Kirche z.B. keine Webseelsorger? Die Antwort war für mich verblüffend: Weil der Erfolg der Seelsorge im Netz offenbar ökonomisch nicht kontrolliert werden kann; was nicht akzeptabel ist in Zeiten leerer Kirchenräume, wo jeder Gemeindepastor auf dem Prüfstand steht, ob sein Wirkungsbereich mit der Nachbargemeinde zusammengelegt werden sollte um durch die dann mögliche Streichung von Pastorenstellen vor Ort Geld zu sparen.</p>
<p>Unübersehbar wurde auch immer wieder die Frage gestellt: Wie kann die Kirche Twitter, oder Facebook oder ein Content Management System, oder andere Angebote von Internet-Dienstleistern so nutzen, dass die Kirchenräume sich wieder füllen, die örtliche Gemeinde wieder mit mehr Leben gefüllt wird? Unübersehbar die Ähnlichkeit dieser Fragen zu den Bemühungen der Parteien vor den letzten Wahlen, ihre potentiellen Wähler und die eigenen Unterstützer im Internet von sich zu überzeugen, um nach der Wahl mit dem Kampagnenende auch die Aktivitäten der Kandidaten bei Twitter, Facebook &#038; Co einzustellen und die Unterstützer sich selbst zu überlassen. Mittlerweile weiß man: Funktionierende politische Dialoge in Social Medien brauchen einen langen Atem und Stetigkeit.</p>
<p><strong>Die Web 2.0 Lösungen von Parteien und Kirche ähneln sich</strong><br />
Es würde sich für die evangelische Kirche lohnen, einen Blick auf die Geschichte der Internetpräsenz von Parteien zu werfen, wie und mit welchem Ziel Internetplattformen bereitgestellt wurden. Gemeinsames Merkmal: Marketingagenturen  wurden beauftragt, um Internetlösungen zu konzipieren und in Betrieb zu nehmen, und die wichtigste Frage blieb unbeantwortet: Wie verhält man sich eigentlich, wenn die Zielgruppe im Internet antwortet, also den Dialog auf den eigenen Webangeboten auch mit womöglich kritischen Fragen startet? Die im Barcamp angesprochenen realisierten kirchlichen Web-Lösungen floppten offenbar auch deshalb, weil der Feedback-Kanal zu den kirchlichen Würdenträgern vernachlässigt wurde.</p>
<p><strong>Offene Bibel</strong><br />
Beim Barcamp Kirche 2.0 gab es viele interessante Vorschläge und Projekte. So wurde ein Verein gegründet, um erstmals eine offene Bibel auch übers Internet anzubieten, deren Nutzung und beliebige weitere Verarbeitung frei von Lizenzrechten Dritter ist. Ich wusste gar nicht, dass alle bisherigen Bibelversionen durch Lizenzrechte z.B. der Übersetzer nicht frei verwendet oder weiter entwickelt werden dürfen. Die Idee hat Charme: Endlich eine Bibelversion bereitstellen, die von jedem nach eigenen Vorstellungen überarbeitet werden kann, um sie z.B. in einer moderneren Sprachversion anzubieten. Wäre als Gemeinschaftsprojekt mit einem Wiki machbar. Ich fragte mich, warum zum Teufel übernimmt die oberste Spitze der Evangelischen Kirche Deutschlands diese Idee &#8220;Offene Bibel&#8221; nicht schon längst? </p>
<p>Für mich hatten viele dieser Lösungen den Geschmack von Notbehelfen, von Provisorien, von singulären Lösung ohne Einbettung in eine umfassende Konzeption, mit der die Evangelische Kirche ihren Auftritt im Web auf lange Sicht ausgestaltet.</p>
<p>Am zweiten Barcamp Tag wurde das dann greifbarer: Kann die Evangelische Kirche ihre Rolle im digitalen Lebensraum finden, ohne ihre Prozesse und Entscheidungsstrukturen zu überdenken &#8211; eine Frage, die bei den Altvorderen offenbar bisher kein Thema ist. Die Frage wurde dann gestellt: Fehlt es an Internetkompetenz in den eigenen Reihen der Entscheidungsgremien der Evangelischen Kirchenleitung?</p>
<p><strong>&#8220;Wir müssen unter dem institutionellem Radar fliegen&#8221; </strong><br />
Mit diesem in einer Session geäußerten Satz wurde deutlich, dass viele Akteure der vorgestellten und meist in Eigenregie geplanten Internet Lösungen der Evangelischen Kirche intern vorsichtig agieren, um mit ihrem Projekt nicht in die zähen Entscheidungsprozesse der Kirchenspitze zu geraten. </p>
<p>Entscheidungen, die in ihrem Ausgang gefürchtet werden. Mit wurde klar: Weniger die technische Realisierung dialogorientierter Angebote im Internet sollte bei einem Kirchenbarcamp thematisiert werden, sondern eher ob die kirchlichen Entscheider offene und transparente Dialoge im Internet, gezeichnet mit dem  Namen &#8220;Evangelische Kirche&#8221; für ihr Lebenswerk als Gefahr ansehen, und wie man diese Problematik in einer konstruktiven Auseinandersetzung mit der Kirchenleitung mit einem Thesenpapier adressiert.</p>
<p><a href="http://www.evangelisch.de/community/kreis/barcamp-kirche-20/thesensammlung-dialogorientierte-kommunikation" target="_blank" class="liexternal">Das Thesenpapier dazu ist bei Evangelisch.de nachzulesen</a>.<br />
<a href="http://www.evangelisch.de/community/kreis/barcamp-kirche-20" target="_blank" class="liexternal">Mehr von Evangelisch.de zum Barcamp Kirche 2.0</a><br />
<a href="http://www.offene-bibel.de/news/verein_ist_gegr%C3%BCndet" target="_blank" class="liexternal">Der Verein Offene Bibel</a></p>
<p>Das Fazit überlasse ich Tom Noeding:<br />
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</ul>

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		<title>Interview mit &#8220;Frankfurt Gestalten&#8221; Macher Christian Kreutz</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 05:54:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Löwenstein</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Teil 1 stellte ich "<a href="http://www.regioblog.de/index.php/archives/2010/03/29/buergerbeteiligung-frankfurt-gestalten-eine-wikimap-mit-offener-tuer-zum-ortsbeirat/">Frankfurt Gestalten</a>" vor,  hier das Interview mit Christian Kreutz, dessen Baby "Frankfurt Gestalten" ist.]]></description>
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			</a>
		</div>
<div class="picleft"><div id="attachment_3926" class="wp-caption aligncenter" style="width: 210px"><img src="http://www.regioblog.de/wp-content/images/2010/03/portrait_ckreutz.png" alt="Christian Kreutz" title="portrait_ckreutz" width="200" class="size-full wp-image-3926" /><p class="wp-caption-text">Christian Kreutz</p></div></div>
<p><strong>In Teil 1 stellte ich &#8220;<a href="http://www.regioblog.de/index.php/archives/2010/03/29/buergerbeteiligung-frankfurt-gestalten-eine-wikimap-mit-offener-tuer-zum-ortsbeirat/" class="liinternal">Frankfurt Gestalten</a>&#8221; vor,  hier das Interview mit Christian Kreutz, dessen Baby &#8220;Frankfurt Gestalten&#8221; ist:</strong></p>
<p><strong>Peter:</strong> Frankfurt Gestalten will mitgestalten, was sich an Frankfurt ändern soll. So ein Angebot würde man unter der Regie der Stadt Frankfurt erwarten, was es aber nicht ist. Was treibt euch an und wer ist dabei bei Frankfurt Gestalten?</p>
<p><strong>Christian Kreutz:</strong> Frankfurt Gestalten möchte Bürgerinnen und Bürger anregen sich in ihrer Stadt zu engagieren. Dies ist eine Plattform von Bürgern für Bürger. Wir bieten einen Informationsservice für lokalpolitische Themen und möchte eine Anlaufstelle für Ideen zur Gestaltung Frankfurts bieten. Leider ist 15 Jahre nach dem Start des World Wide Web in Kommunen noch wenig geschehen, um neue Formen der Beteiligung oder eine verbesserten Bürgerservice zu bieten. Deshalb wollten wir zeigen, dass es durchaus vielfältige Möglichkeiten gibt das Internet für bürgerschaftliches Engagement zu nutzen. Wir hoffen auch mit dieser Webseite die Arbeit der Ortsbeiräte einen breiteren Publikum bekannt zu machen und möchten die lokalpolitische Diskussion im Netz weiter führen. </p>
<p><strong>Peter:</strong> Ortsbeiräte haben doch kaum etwas zu sagen. Sie dürfen z.B. der Stadtverwaltung gerne Verbesserungsvorschläge machen, die aber nicht umgesetzt werden müssen. Man könnte sagen: Ortsbeiratsbeschlüsse sind für die Stadtverwaltung also ohne wirkliche  Bedeutung, anders als Beschlüsse  des Stadtparlaments. Also warum wollt ihr die Bürger über das Internet stärker  ausgerechnet für Ortsbeiräte interessieren ?</p>
<p><strong>Christian Kreutz:</strong> Die Vorlagen der Ortsbeiräte spiegeln die vielfältigen Themen der Stadtteile wider. Unser Informationsservice versucht diese Informationen geographisch und thematisch anschaulich darzustellen. Ortsbeiräte bieten hier eine gutes Forum Veränderungen oder Probleme in Stadtvierteln zu diskutieren. Wir bieten eine Brückenfunktion zu den Ortsbeiräten, zielen aber auf alle Bürger, die ihre Stadt gestalten wollen und Mitstreiter suchen. Denn die Entwicklung einer Stadt hängt nicht alleine von der Politik ab. Die Probleme sind oftmals viel zu komplex, dass sie allein von der Politik oder gar der Stadtverwaltung gelöst werden können. Wir freuen uns wenn wir auch dazu beitragen können, lokale Lösungen zu finden, für die die lokalpolitischen Entscheidungsprozesse überhaupt nicht gebraucht werden.</p>
<p><strong><br />
Peter:</strong> Frankfurt-gestalten ist deine private Initiative, du lebst in Frankfurt. Auch in anderen Städten sind ähnliche Lösungen durch private Initiativen online gestellt worden. Wird die Stadt selbst solche Lösungen übernehmen? Welche Zukunft erwartest Du für Frankfurt Gestalten?</p>
<p><strong>Christian Kreutz:</strong> In welchen anderen Städten sind ähnliche Initiativen gestartet? Ich kenne leider keine andere Initiative dieser Art in Deutschland. Deshalb hoffen wir auch Inspiration für andere Städte zu sein. Erste Anfragen haben wir bereits bekommen. Wir sind gespannt, wie sich das Projekt in der nächsten Zeit entwickelt. Die Zugriffszahlen der ersten Wochen sind sehr ermutigend.   </p>
<p>Ein weitere Verzahnung der Aktivitäten auf Frankfurt Gestalten mit lokalpolitischen Gremien und der Stadt Frankfurt wäre sehr wünschenswert, damit die Diskussionen und Vorschläge besser ihre Wirkungen zeigen. Im Grunde ist das ein Service bei dem jeder nur gewinnen kann. Die Bürger können sich besser informieren und haben einen Raum im Internet zur Diskussion und für Ideen, die Lokalpolitik hat Online ein Feedback-Kanal und kann dahin gehend reagieren. Wir arbeiten daran eine solche Verzahnung aufzubauen. Darüber hinaus haben wir noch eine Reihe anderer Ideen, um Lokalpolitik transparenter zu machen. Dazu in Kürze mehr. </p>
<p>Zum Abschluss dieses zweiten Teils der Link zur Website <a href="http://www.frankfurt-gestalten.de" target="_blank" class="liexternal">Frankfurt Gestalten</a>.</p>
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	Die Schlagworte zu diesem Artikel: <a href="http://www.regioblog.de/index.php/tag/buergerbeteiligung/" title="Bürgerbeteiligung" rel="tag">Bürgerbeteiligung</a>, <a href="http://www.regioblog.de/index.php/tag/buzzriders/" title="Buzzriders" rel="tag">Buzzriders</a>, <a href="http://www.regioblog.de/index.php/tag/digitale-medien/" title="Digitale Medien" rel="tag">Digitale Medien</a>, <a href="http://www.regioblog.de/index.php/tag/frankfurt/" title="Frankfurt" rel="tag">Frankfurt</a>, <a href="http://www.regioblog.de/index.php/tag/frankfurt-gestalten/" title="Frankfurt-gestalten" rel="tag">Frankfurt-gestalten</a>, <a href="http://www.regioblog.de/index.php/tag/hessen/" title="Hessen" rel="tag">Hessen</a>, <a href="http://www.regioblog.de/index.php/tag/interview/" title="Interview" rel="tag">Interview</a>, <a href="http://www.regioblog.de/index.php/tag/nachbarschaft/" title="Nachbarschaft" rel="tag">Nachbarschaft</a><br />
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		<title>Bürgerbeteiligung: &#8220;Frankfurt-Gestalten&#8221;, eine Wikimap mit offener Tür zum Ortsbeirat</title>
		<link>http://www.regioblog.de/index.php/archives/2010/03/29/buergerbeteiligung-frankfurt-gestalten-eine-wikimap-mit-offener-tuer-zum-ortsbeirat/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Mar 2010 06:20:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Löwenstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgerengagement]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerbeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Buzzriders]]></category>
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		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt-gestalten]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbarschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>Lokalpolitik für Dich  - Von Abfall bis Zebrastreifen – Themen aus der Nachbarschaft.</strong>
Christian Kreutz hat eine selbstentwickelte Lösung ins Netz gestellt, die die Bürgerdialog Angebote der Stadt Frankfurt nicht nur überholt, sondern für konkrete Probleme im Stadtviertel auch konkrete Lösungen erhoffen lässt: Durch die Weitergabe der Vorschläge an den Ortsbeirat zur Bearbeitung und bei deren Unterstützung die Weitergabe des Lösungsvorschlags an das Stadtparlament der Stadt Frankfurt. Und das kann jeder via Internet transparent mitverfolgen. Auch wenn es hier und da auf der Website noch hakelt: Die bisherige Lösung ist ein Super Anfang. Im ersten Teil stelle ich Christian Kreutz private "Frankfurt Gestalten" und die themengleichen Lösungen der Stadt Frankfurt vor.
]]></description>
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			</a>
		</div>
<p>Mein letztes Interview vom Juli 2009 mit dem <a href="http://blog.buzzriders.com/2009/07/14/das-interview-erste-frage/" target="_blank" class="liexternal">Buzzrider Ideengeber Robert Basic in 6 Teilen</a> ist ein Weilchen her. Um Buzzriders ist es inzwischen still geworden; das letzte was ich gehört habe ist, dass sich Auszubildende im Rahmen eines Praktikums am Konzept und Design der geplanten Lösung üben werden. Die Idee dahinter allerdings wurde schon vor Buzzriders und wird auch aktuell in immer neuen Varianten umgesetzt. </p>
<p>Hier im ersten Teil möchte ich &#8220;Frankfurt Gestalten&#8221; vorstellen, im zweiten Teil dieses Artikels findet ihr ein <a href="http://www.regioblog.de/index.php/archives/2010/03/30/interview-mit-frankfurt-gestalten-macher-christian-kreutz/" class="liinternal">neues Interview</a>: Mit dem Macher von <a href="http://www.frankfurt-gestalten.de" target="_blank" class="liexternal">&#8220;Frankfurt Gestalten&#8221;</a>, Christian Kreutz.  </p>
<p><strong>Vorstellung &#8220;Frankfurt Gestalten&#8221; und ähnliche Lösungen</strong><br />
Wer <a href="http://buzzcamp.mixxt.com/networks/wiki/index" target="_blank" class="liexternal">Buzzriders kennengelernt</a> hat, dem wird die hier vorgestellte Idee hinter &#8220;Frankfurt Gestalten&#8221; sehr bekannt vorkommen, wenn man das Wort &#8220;politik&#8221; einfach durch &#8220;informationen&#8221; ersetzt:</p>
<p>&#8220;Lokal<del datetime="2010-03-28T12:42:43+00:00">politik</del>informationen für Dich  &#8211; Von Abfall bis Zebrastreifen – Themen aus der Nachbarschaft.&#8221; und &#8220;Lokal<del datetime="2010-03-28T12:42:43+00:00">politik</del>informationen mit Dir &#8211; Deine Straße. Dein Stadtteil. Verpass keine Entscheidung. Bring deine Ideen ein.&#8221; <small>Der Text stammt von der Frankfurt Gestalten Website.</small></p>
<div class="picleft"><div id="attachment_3853" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.regioblog.de/wp-content/images/2010/03/frank-gestalt-1-openmap-screen.png" alt="Frankfurt Gestalten - Die Karte mit einem angeklickten Fähnchen, hinter dem eine Anfrage steckt." title="Frankfurt Gestalten - Die Karte mit einem angeklickten Fähnchen, hinter dem eine Anfrage steckt." width="600" height="448" class="size-full wp-image-3853" /><p class="wp-caption-text">Frankfurt Gestalten - Die Karte mit einem angeklickten Fähnchen, hinter dem eine Anfrage steckt.</p></div></div>
<div style="clear:left;"></div>
<p>Die Mottos von &#8220;Frankfurt Gestalten&#8221; und die Buzzriders Mottos sind von frappanter Ähnlichkeit. Hier wie dort geht es um lokale Berichte und Meinungen über das Geschehen im Stadtteil, im Viertel, im lokalen Raum, damit wir besser informiert sind und durch Dialoge über wichtige Themen im eigenen Stadtviertel auch besser leben können. </p>
<p>Allerdings geht &#8220;Frankfurt Gestalten&#8221; in Sachen Bürgerbeteiligung einen Tacken weiter als das buzzriders Konzept &#8211; und ist als Internetlösung <a href="http://www.frankfurt-gestalten.de" target="_blank" class="liexternal">realisiert</a> worden: <em>&#8220;Frankfurt Gestalten&#8221; öffnet für Bürger die virtuelle Tür zum Ortsbeirat.</em></p>
<p><strong>Doch zuerst: Ähnliche Lösungen der Stadt Frankfurt: </strong><br />
Die Stadt Frankfurt bietet mit dem Stadtplanungsamt unter dem Titel &#8220;Bürgermitwirkung&#8221; ebenfalls eine Möglichkeit, den Bürgerdialog mit der Stadt aufzunehmen: Per <a href="http://www.stadtplanungsamt-frankfurt.de/buergermitwirkung_4317.html" target="_blank" class="liexternal">Kontaktformular</a> und der Bereitstellung von <a href="http://www.stadtplanungsamt-frankfurt.de/aktuelle_termine_und_veranstaltungen_4246.html" target="_blank" class="liexternal">Planungsunterlagen aktueller Vorhaben</a>. </p>
<p>Eine zweite Lösung nur für den Stadtteil Nordend ist die <a href="http://www.wikimap.nordend.de/map/" target="_blank" class="liexternal">WikiMap Nordend</a>. </p>
<div class="picleft"><div id="attachment_3862" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.regioblog.de/wp-content/images/2010/03/wikimap-nordend.png" alt="Screenshot Wikimap Nordend - Jedes Fähnchen ein Hinweis" title="Screenshot Wikimap Nordend - Jedes Fähnchen ein Hinweis" width="600" height="301" class="size-full wp-image-3862" /><p class="wp-caption-text">Screenshot Wikimap Nordend - Jedes Fähnchen ein Hinweis</p></div> </div>
<p>Hier kann Jedermann seine eigenen Tipps eintragen, was ihm gefällt, nervt oder verbessert werden sollte. Betreiber ist die Stadt Frankfurt, und im Info der Website findet sich zum Sinn und Zweck des Wikimap Nordend: </p>
<blockquote><p>&#8220;Unter www.wikimap.nordend.de bietet die Stadt Frankfurt am Main eine öffentliche Kommunikations- und Diskussionsplattform, die auf einem interaktiven Stadtplan basiert.[..] Mit WikiMap.Nordend wird das aus dem Internet-Lexikon Wikipedia bekannte Prinzip auf einen gemeinsamen Stadtplan auf Stadtteilebene übertragen: Viele Nutzerinnen und Nutzer tragen ihre persönlichen Tipps, Kenntnisse und Meinungen zum Nordend auf einem gemeinsamen, elektronischen Stadtplan ein. Wie auf einer Pinnwand können eigene Texte, Bilder oder Multimedia-Elemente eingestellt werden. Vorhandene Einträge lassen sich einsehen und kommentieren. Das Nordend trägt somit das vielfältige Wissen über das Leben im Stadtteil zusammen und macht den Erfahrungsschatz für jedermann zugänglich.&#8221; </p></blockquote>
<p>Die interaktive Karte bietet Tipps zu Eisdielen, wo  Hundeschei**e den Bürgersteig verdreckt und welche Strassen öfters zugeparkt sind. Was aus den Hinweisen wird, wer Vorschläge und Kritik aufgreift oder Abhilfe schafft, bleibt unklar.</p>
<p><strong>&#8220;Frankfurt Gestalten&#8221; setzt anders an: Dialoge und deren Umsetzung in Beschlüsse</strong><br />
Die Bürger können eigene Vorschläge machen, und die Vorschläge anderer einsehen und weiterentwickeln. Woraus sich konkrete Anträge ergeben können. &#8220;Frankfurt Gestalten&#8221; bietet an, den Weg eines Vorschlags bis zur Beschlussvorlage fürs Frankfurter Stadtparlament mitzugestalten.</p>
<div class="picleft"><div id="attachment_3868" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img src="http://www.regioblog.de/wp-content/images/2010/03/frankfurt-gestalten-screenshot-nordend.png" alt="Screenshot Frankfurt Gestalten: Das Nordend mit einem Vorschlag, Radfahren gegen die Einbahnstrasse zu erlauben" title="Screenshot Frankfurt Gestalten: Das Nordend mit einem Vorschlag, Radfahren gegen die Einbahnstrasse zu erlauben" width="600" height="434" class="size-full wp-image-3868" /><p class="wp-caption-text">Screenshot Frankfurt Gestalten: Das Nordend mit einem Vorschlag, Radfahren gegen die Einbahnstrasse zu erlauben</p></div></div>
<p>Die  Idee zu Frankfurt Gestalten kommt von  Christian Kreutz, und Christian beschreibt sie so:</p>
<blockquote><p>Im Internet können sich auf lokaler Ebene Bürger und Bürgerinnen vernetzen, um ihre Stadt zu gestalten. Oftmals weiß man nicht, dass es noch andere Personen mit ähnlichen Ideen oder Sorgen gibt. Deshalb wollen wir mit dieser Seite in einem ersten Schritt bestmöglichst über lokalpolitische Diskussionen und Entscheidungen informieren und Möglichkeiten zum Austausch bieten. [..] Diese Initiative ist überparteilich und hat keinerlei Zugehörigkeit zu einer Partei. </p></blockquote>
<p>Technisch ist Frankfurt Gestalten an das Parlamentarische Informationssystem der Stadt Frankfurt angebunden. Die Übernahme von Daten aus einem Parlamentarischen Informationssystem in eine privat getragende Website ist eine bundesweit beachtete spektakuläre Lösung. Beschlussvorlagen, Protkolle und Anträge des Ortsbeirats können 1:1 mit &#8220;Frankfurt Gestalten&#8221; ausgetauscht werden. Und wofür? Der Infotext von &#8220;Frankfurt Gestalten&#8221; macht ein Angebot:</p>
<blockquote><p>Frankfurt hat 16 Ortsbeiräte mit 274 ehrenamtlichen Mitgliedern aus verschiedenen Parteien. Diese Ortsbeiräte halten regelmäßige Sitzungen ab, bei denen Du teilnehmen kannst. Auf der Webseite der Stadt Frankfurt ist die aktuelle Liste der Ortsbeiräte mit den nächsten Sitzungsterminen.<br />
Die jeweils für Deine Straße verantwortlichen Ortsbeiratsmitglieder können auf dieser Seite gesucht werden.</p>
<p>&#8220;Die „Stadtteilparlamente“ üben eine Mittlerrolle zwischen der Bevölkerung in den Stadtteilen und der Stadtverordnetenversammlung aus. Dabei bringen sie ihre genauen Kenntnisse der Probleme vor Ort ein und sind zugleich näher an der Bevölkerung. Grundsätzlich müssen sie daher zu allen Fragen, die den Ortsbezirk betreffen, von der Stadtverordnetenversammlung oder dem Magistrat gehört werden, insbesondere aber vor der Verabschiedung des städtischen Etats.&#8221;  </p></blockquote>
<p>Mehr Details und aktuelle Weiterentwicklungen dazu im <a href="http://frankfurt-gestalten.de/blog" target="_blank" class="liexternal">Blog von Frankfurt Gestalten</a></p>
<p><strong><a href="http://www.regioblog.de/index.php/archives/2010/03/30/interview-mit-frankfurt-gestalten-macher-christian-kreutz/" class="liinternal">Das Interview mit Christian Kreutz</a></strong></p>
<p>Zum Abschluss noch ein Tipp auf eine ähnliche Lösung aus Hamburg:<a href="http://www.nexthamburg.de/index.php" target="_blank" class="liexternal"> nexthamburg</a>.</p>
<p><strong>Update:</strong><br />
Sylvia Braun hatte sich im letzten Oktober in <a href="http://politikzweipunktnull.wordpress.com/2009/10/13/kommunale-verwaltung-und-web-2-0-beispiel-frankfurt-am-main/" target="_blank" class="liexternal">Politik 2.0</a> die Bürgerdialog Seiten der Stadt Frankfurt auch mal genauer angesehen. </p>
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</ul>

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		<title>Der Politiker von der Tankstelle</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 09:34:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><a href="http://www.andreasgriess.de" rel="nofollow">Andreas G.</a></dc:creator>
				<category><![CDATA[Südhessen]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Bei Recherchen stößt man mitunter auf äußerst merkwürdige Nebenergebnisse. So neulich ein Kommilitone und ich. Es ging im weitesten Sinne um Frankfurt. Und wenn man über Frankfurt berichten will, kommt man an einer Person nicht vorbei: An Markus Frank. Der ist Politiker der CDU und in der Mainmetropole Dezernent für Wirtschaft, Personal und Sport. Das verrät zumindest die Website der Stadt…]]></description>
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			</a>
		</div>
<div class="picleft"><div class="wp-caption alignnone" style="width: 410px"><a href="http://www.flickr.com/photos/pokpok/" target="_blank" class="liimagelink"><img alt="Tankstelle (cc) pokpok313" src="http://farm2.static.flickr.com/1213/1107837950_b27fc03f7e_d.jpg" title="Tankstelle (cc) pokpok313" width="400" /></a><p class="wp-caption-text">Tankstelle (cc) pokpok313</p></div></div>
<p>Bei Recherchen stößt man mitunter auf äußerst merkwürdige Nebenergebnisse. So neulich ein Kommilitone und ich. Es ging im weitesten Sinne um Frankfurt. Und wenn man über Frankfurt berichten will, kommt man an einer Person nicht vorbei: An Markus Frank. Der ist Politiker der CDU und in der Mainmetropole Dezernent für Wirtschaft, Personal und Sport. Das verrät zumindest die Website der Stadt…</p>
<p><strong>Bei Anruf Tankstelle</strong></p>
<p>Um mehr über den Herrn zu erfahren fragten wir unseren treuen Freund Google. Die Suchabfrage „Markus Frank CDU“ führte uns unter anderen zur Seite der CDU-Fraktion Frankfurt. Hier wird Frank als Fraktionsvorsitzender vorgestellt. Wobei diese Aussage nur bedingt stimmt. Besucht man die Fraktionshomepage nämlich ganz normal und betrachtet die Fraktionsmitglieder, sucht man den Namen Markus Frank vergeblich. Fraktionsvorsitzender ist hiernach Dr. Horst Kraushaar. Über Google jedoch findet man noch den Eintrag über Markus Frank und wird direkt auf die noch immer existierende Unterseite weitergeleitet. Und eben dort steht unter Funktion: Fraktionsvorsitzender.</p>
<p>Mein Kommilitone interessierte sich primär für Kontaktdaten. Diese fand er auf der Fraktionsseite unter anderen in Form von zwei Telefonnummern. Zwei Nummern? Nein, eigentlich ist die dienstlich und private vollkommen identisch, nur anders in Zahlengruppen aufgeteilt, so dass es nicht auffällt.</p>
<p>Zum Hörer gegriffen und die Nummer gewählt staunte mein Studienkollege nicht schlecht, als sich am anderen Ende ein Tankstellenmitarbeiter meldete und meinem verwunderten Kommilitonen ausrichtete, er sei nicht im Büro des Wirtschaftsdezernenten gelandet.</p>
<p><strong>Das Internet vergisst nichts- Websitebetreiber manchmal schon</strong></p>
<p>Das war schon die zweite Sackgasse, denn zuvor führte uns die genannte Suchabfrage auf die Seite frank05.de. Darauf geklickt liest man, dass die Seite derzeit überarbeitet würde. „Bitte schauen Sie in einigen Tagen wieder vorbei“, steht geschrieben. Dass sich in den nächsten Tagen jedoch wirklich etwas tut, ist eher zweifelhaft.</p>
<p>Die wayback-machine <a href="http://www.archive.org/" target="_blank" class="liexternal">www.archive.org</a> bietet eine Möglichkeit, ältere Versionen von Homepages zu betrachten. Die letzte hier zu findende Version von frank05.de ist vom 21. Mai 2008. Damals stand als neuste Mitteilung auf der Seite eine Danksagung an alle Unterstützer im Bundestags-Wahlkampf- wohlbemerkt dem von 2005! Frank05.de ist und war eine eingeschlafene Seite für Markus Franks Bewerbung um ein Direktmandat für den Bundestag 2005.</p>
<p><strong>Der KFZ-Meister mit zwei Positionen</strong></p>
<p>In einem weiteren Versuch steuerten wir die Seite der CDU-Hessen an. Auch hier wird der „KFZ-Meister“ Markus Frank fälschlicher bzw. inaktueller Weise als Fraktionsvorsitzender vorgestellt. Scrollt man weiter findet man unter Funktionen zusätzlich noch den Eintrag „Stellvertretender Vorsitzender der CDU Fraktion Frankfurt am Main“. Immerhin fand mein Kommilitone wieder eine Telefonnummer- diesmal eine, bei der eine informierte Sekretärin den Hörer abnahm.</p>
<p>Unter den Kontaktdaten findet sich auch ein Link zu einer weiteren Homepage des Politikers: <a href="http://www.markus-frank.de/" target="_blank" class="liexternal">www.markus-frank.de</a>. Klickt man diesen an, wird man direkt zu esso-frank.de weitergeleitet. Da ist sie wieder, die Tankstelle. Genau genommen sind es sogar zwei. Laut Homepage ist Markus Frank deren Geschäftsführer. Aber sicher sein sollte man sich da besser nicht…<br />
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</ul>

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		</item>
		<item>
		<title>Buddhistisches Oberhaupt Dalai Lama eine Woche in Hessen</title>
		<link>http://www.regioblog.de/index.php/archives/2009/07/30/buddhistisches-oberhaupt-dalai-lama-eine-woche-in-hessen/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Jul 2009 09:22:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>-pdh-</dc:creator>
				<category><![CDATA[Südhessen]]></category>
		<category><![CDATA[Dalai Lama]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Unser Südhessen]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Mittwochnachmittag landete das geistige Oberhaupt des tibetischen Volkes, der Dalai Lama, in Frankfurt und wurde von seinem politischen und persönlichen Freund, dem Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, willkommen geheißen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p><strong>Empfang durch persönlichen Freund Ministerpräsident Roland Koch – Karten für Veranstaltungen in derCommerzbank-Arena noch verfügbar</strong></p>
<div class="picleft"><img src="http://www.regioblog.de/wp-content/images/2009/07/02 DALAI LAMA-50028-.jpg" alt="Dalai Lama" title="Dalai Lama"></div>
<p> Neu-Isenburg (pdh)   Am Mittwochnachmittag landete das geistige Oberhaupt des tibetischen Volkes, der Dalai Lama, in Frankfurt und wurde von seinem politischen und persönlichen Freund, dem Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, willkommen geheißen.</p>
<p> In der Frankfurter Commerzbank-Arena wird der Dalai Lama in mehreren Symposien über Fragen der Ethik in der Wirtschaft und zur Umweltproblematik sprechen und den Buddhismus erklären. Für alle Veranstaltungen stehen noch Karten zur Verfügung.</p>
<p>Am kommenden Montag wird das im indischen Exil lebende Oberhaupt Tibets die Ehrendoktorwürde der Universität Marburg erhalten. In Marburg forscht man seit den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts zum Thema tibetischer Buddhismus.</p>
<p>Der Besuch des Dalai Lama wird von verschiedenen buddhistischen und tibetischen Einrichtungen in Deutschland organisiert, die zum dem Zweck eine gemeinnützige Organisation &#8220;Buddhismus in Frankfurt&#8221; gegründet haben.</p>
<p>Roland Koch verbindet eine fast dreißigjährige Freundschaft mit dem Dalai Lama. Er besuchte ihn auch in seinem indischen Exil, was zu politischen Spannungen mit China geführt hat. Bis auf die sozialdemokratische Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul werden den Exil-Tibeter keine weiteren Spitzenpolitiker offiziell begrüßen. Sie fürchten ebenso wie die gesamte Spitze der deutschen Wirtschaft chinesische Sanktionen, wenn sie sich dem 74jährigen geistigen Oberhaupt der Tibeter in offizieller Funktion nähern. Am 7. August wird der Dalai Lama aus der Schweiz die Heimreise antreten.</p>
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		<title>..and now for something completely different 32</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Feb 2007 21:23:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Löwenstein</dc:creator>
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		<description><![CDATA[			
				
			
		
Der &#8220;Frankfurt-Offenbach Witz&#8221; bei der Wikpedia.
Update: Weg ist er.
Leseempfehlungen:

Barcamp Kirche 2.0 &#8211; die Speerspitze der kirchlichen Netzwerkaktivisten in Frankfurt
Interview mit &#8220;Frankfurt Gestalten&#8221; Macher Christian Kreutz
Bürgerbeteiligung: &#8220;Frankfurt-Gestalten&#8221;, eine Wikimap mit offener Tür zum Ortsbeirat 


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<p>Der &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurt-Offenbach-Witz" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia">Frankfurt-Offenbach Witz</a>&#8221; bei der Wikpedia.</p>
<p>Update: Weg ist er.</p>
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		<title>Reloaded: Diskussion um CDU als Koalitionspartner</title>
		<link>http://www.regioblog.de/index.php/archives/2006/03/29/reloaded-diskussion-um-cdu-als-koalitionspartner/</link>
		<comments>http://www.regioblog.de/index.php/archives/2006/03/29/reloaded-diskussion-um-cdu-als-koalitionspartner/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Mar 2006 07:34:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter Löwenstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperationen]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>

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FR:
Ist es nicht immer noch für die Frankfurter Grünen sehr gewöhnungsbedürftig, mit der CDU zu verhandeln. Vor sieben Jahren war die CDU noch die &#8220;Schwarzgeldpartei&#8221;, moralisch unberührbar. Und jetzt?
DCB:
Jetzt ist sie in Hessen die Koch-Partei. Das hat sich nicht geändert. Erstmal muss man klären, dass es nicht darum geht, eine Koalition mit der hessischen CDU [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<blockquote><p>
FR:<br />
Ist es nicht immer noch für die Frankfurter Grünen sehr gewöhnungsbedürftig, mit der CDU zu verhandeln. Vor sieben Jahren war die CDU noch die &#8220;Schwarzgeldpartei&#8221;, moralisch unberührbar. Und jetzt?</p>
<p>DCB:<br />
Jetzt ist sie in Hessen die Koch-Partei. Das hat sich nicht geändert. Erstmal muss man klären, dass es nicht darum geht, eine Koalition mit der hessischen CDU zu schließen. Da sind Widersprüche wie die Schul- und die Sozialpolitik, die nicht überbrückt werden können. Es geht darum, in einem städtischen Milieu auszuloten, inwieweit eine schwarz-grüne Mehrheit Politik für die Stadt machen kann, das heißt für die Menschen. Es ist ganz klar, dass die CDU in der Stadt in einem Widerspruch ist, zwischen einer städtischen Partei und einer erzkonservativen Partei. Diesen Widerspruch wird die CDU lösen müssen, wenn sie am Ende Ja zu den Grünen sagt.</p>
<p>FR:<br />
Wo sehen Sie denn erfolgversprechende Ansätze für die Zusammenarbeit?</p>
<p>DCB:<br />
Ich glaube, dass CDU und Grüne in ihrer jeweiligen Wählerschaft unter einem irrsinnigen Erfolgsdruck wären, wenn sie eine solche Koalition machen. Das sehe ich positiv. Sie müssen sich als Koalition neu erfinden. Eines der großen Probleme dieser Wahl ist die geringe Wahlbeteiligung. Jede sich jetzt definierende Koalition muss sich primär die Frage stellen, wie politisieren wir die Stadtgesellschaft. Wie schaffen wir es, dass Auseinandersetzungen, die in einer Stadt notwendig sind, die Menschen erreichen. <strong>Wenn es nach mir ginge, würde ich zu den Koalitionsverhandlungen ein Internetportal machen &#8220;verhandlungen. frankfurt. de&#8221;. Dann würde ich jeden Tag die Papiere und die Zusammenfassung der Diskussion ins Internet bringen. Das gibt den Menschen die Möglichkeit, dem zu folgen und sich einzubringen. Mir geht es darum, wie viel Öffentlichkeit und Transparenz man zu schaffen versucht.</strong>
</p></blockquote>
<p>Das ganze Interview mit Cohn-Bendit bei der <a href="http://www.frankfurter-rundschau.de/fr_home/startseite/?sid=fe9bd84e081c92af4d8cd924dd10810c&#038;cnt=836068" target="_blank" class="liexternal">Frankfurter Rundschau Online</a><br />
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